Die Bauarbeiten im Ausweichquartier des Theaters gehen gut voran.

Mönchengladbach. Die Trockenbauer haben seine größte Hochachtung. "Was die hier schon alles geleistet haben", schwärmt Martin Siebold, Dramaturg für Öffentlichkeitsarbeit an den Vereinigten städtischen Bühnen.

Bis zur Eröffnung der neuen Spielzeit am 25. September wird alles für den Spielbetrieb fertig sein, der bis Ende der jetzigen Saison weiterhin im Theater in Rheydt läuft.

Die Trockenbauer haben die 6.200 Quadratmeter große Halle, in der früher die Bundeswehr Lebensmittel für den Wehrbereich Mönchengladbach lagerte, bereits in vier gleichgroße Bereiche unterteilt.

In dem ersten Viertel, in dem die Schmink-, Garderoben- und Requisitenräume untergebracht werden, sind neue Wände eingezogen, Heizungen installiert, die Leitungen für die sanitären Anlagen liegen auch schon.

Im zweiten Viertel, in dem der kleine Saal mit 280 Plätzen entsteht, ist der Zuschauer-Bereich schon mit angenehm dunkelroter Farbe gestrichen, der Bühnenbereich wie üblich schwarz.

Das Theater im Nordpark ist Ausweichquartier für die städtischen Bühnen. Deren Stammhaus in Rheydt wird voraussichtlich ein Jahr lang saniert. Im September soll als erstes Stück Hamlet am Nordpark über die Bühne gehen.

Die Betonsäulen, auf der die Dachkonstruktion ruht, sind grau abgesetzt, ebenso die Stränge, unter denen sich die Kabel befinden. "Insgesamt zehn Kilometer werden hier verlegt." Der Teil, in dem die Kulissen gelagert werden, bleibt nüchtern weiß.

Auf dem Boden prangen noch die alten Markierungen

Der große Saal nimmt ein weiteres Viertel des Gebäudes ein und ist dunkelblau gehalten. Die Farbe reicht nicht ganz bis auf den Boden, auf dem noch die Markierungen für die Hochregale mit den Lebensmitteln zu sehen sind. "Da sind die mit ihren Gabelstaplern durchgefahren", sinniert Siebold.

Der Boden für den Zuschauerraum und die Bühne wird etwas höher gelegt, lediglich der Orchestergraben bleibt auf dem Niveau des jetzigen Bodens. "Die Decke haben wir aus Gründen der Akkustik dreimal anstreichen lassen." 200 Eimer Farbe waren hierfür insgesamt nötig.

Viel Phantasie ist noch im letzten Viertel gefragt. Dort, wo der Besucher das Gebäude betreten wird. Hier müssen noch die Wände hochgezogen werden, die den Proberaum fürs Musiktheater und das Ballett abtrennen sollen. "Hierher kommt der Gastronomiebereich", sagt Siebold und orientiert sich an den Beton-Säulen.

"Und hier der Kassenbereich." Das Foyer wird großzügig, und der Theaterball im nächsten Winter wird im TiN stattfinden. "Hier die Toiletten im ehemaligen Kühlraum", setzt Siebold seine Führung fort. Im Obergeschoss gibt es den Proberaum für die Sinfoniker und einen Raum für die Instrumente.

Vor dem Theater wird Queen Victoria einen Platz finden

Auch der Außenbereich erfährt noch eine Umgestaltung. Der Schriftzug, der jetzt schon auf dem Giebel prangt, wird dann von unten angestrahlt. Der Platz vor der Halle wird Taxistand, der Eingang zum Gelände bekommt "eine Ponderosa", also eine Art Tor wie Siebold beschreibt. "Und wir stellen eine Queen Victoria auf." Die Figur fand sich im Fundus und wird jetzt wetterfest gemacht.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer