Die neue Leitstelle der Feuerwehr ist eine der modernsten des Landes.

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Sechs dieser Einsatzleitplätze stehen in der neuen Leitstelle am Stockholtweg zu Verfügung. (Fotos (2): Jörg Knappe)

Sechs dieser Einsatzleitplätze stehen in der neuen Leitstelle am Stockholtweg zu Verfügung. (Fotos (2): Jörg Knappe)

Sechs dieser Einsatzleitplätze stehen in der neuen Leitstelle am Stockholtweg zu Verfügung. (Fotos (2): Jörg Knappe)

Mönchengladbach. Am Mittwoch um 14 Uhr schlug die Stunde der Wahrheit: Mit einem Schlag wurden die alten Leitungen gekappt und die neue Leitstelle in Betrieb genommen. "Wir standen alle da und warteten auf den ersten Alarm, um zu sehen, ob alles funktioniert", erzählt Feuerwehrchef Jörg Lampe.

Um 14.06 Uhr ging der erste Notruf und die Verantwortlichen konnten aufatmen: Alles lief reibungslos. Mit der neuen Leitstelle sei die Feuerwehr Mönchengladbach im 21. Jahrhundert angekommen, meint Gladbachs oberster Feuerwehrmann Lampe. Vierzig Jahre lang hatte die Leitstelle in der Neuwerker Feuerwache die Einsätze der Wehr koordiniert, jetzt hat die Stadt Geld investiert, um die Feuerwehr auf den neuesten technischen Stand zu bringen.

Für sechs Millionen Euro wurde am Stockholtweg ein neues Gebäude errichtet. Noch einmal 1,2 MillionenEuro flossen in die neue Leitstelle. Sie ist eindrucksvoll geworden und erinnert ein wenig an das Kontrollzentrum der Nasa in Houston.

Sechs Einsatzleitplätze wurden eingerichtet, die mit modernster Technik ausgestattet sind. Durch ein web-basiertes System können erstmals Straßenansichten über Google Earth abgerufen werden: Die Notrufbearbeiter können den Einsatzkräften vor Ort so genauere Informationen geben.

Alle Informationen sind schnell und ausführlich abrufbar

Gleichzeitig informieren die neuen Systeme die Mitarbeiter darüber, welche Rettungs- und Löschfahrzeuge gerade im Einsatz oder aber verfügbar sind, welche Feuerwehrleute gerade Dienst haben, auf welche Windgeschwindigkeit und -richtung sich die Einsatzkräfte einstellen müssen und vieles mehr.

1,2 Millionen Euro hat die Technik der neuen Leitstelle gekostet, 6 Millionen das Gebäude am Stockholtweg.

Sechs Einsatzleitplätze sind vorhanden, dazu drei Plätze für Notrufannahmen, die über acht Leitungen eingehen.

Damit die Mitarbeiter der Leitstelle reibungslos zusammenarbeiten können, werden durch Großbildschirme und Beamer bestimmte Informationen für alle einsehbar.

Die ganze Leitstelle ist darauf angelegt, Hilfe noch schneller als bisher leisten zu können. "Wir arbeiten gegen den Faktor Zeit", erklärt der Feuerwehrchef. "Jetzt können wir schon während des Anrufs Informationen weiter- und den Einsatz einleiten."

Ein Stockwerk unter der Leitstelle befindet sich ein großer, ebenfalls mit moderner Technik ausgestatteter Raum, in dem ein Krisenstab tagen kann. Von hier aus ist es möglich, auf die Informationen der Leitstelle zuzugreifen, ohne die Mitarbeiter in ihrer Arbeit zu stören.

Bei der Einrichtung des neuen Herzstücks der Gladbacher Feuerwehr wurde auch an eine besondere Gruppe gedacht: Per Gehörlosenfax können Menschen ohne Gehör Hilfe anfordern.

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