Die Mauer auf dem Vorplatz der Citykirche wird wahrscheinlich abgerissen.

Die Mauer vor der Citykirche soll verschwinden. Dafür wird die Fläche des Marktplatzes leicht ansteigend bis zur Kirche erweitert.
Die Mauer vor der Citykirche soll verschwinden. Dafür wird die Fläche des Marktplatzes leicht ansteigend bis zur Kirche erweitert.

Die Mauer vor der Citykirche soll verschwinden. Dafür wird die Fläche des Marktplatzes leicht ansteigend bis zur Kirche erweitert.

Detlef Ilgner

Die Mauer vor der Citykirche soll verschwinden. Dafür wird die Fläche des Marktplatzes leicht ansteigend bis zur Kirche erweitert.

Mönchengladbach. Die Restaurierung der Citykirche ist weitgehend abgeschlossen. Nun steht noch die Gestaltung des Eingangsbereichs und des Vorplatzes auf dem Programm. Und da haben sich die Aachener Architekten Matthias Paulssen und Axel Maria Schlimm, die die Sanierung der ehemaligen Hauptpfarrkirche leiteten, bereits konstruktive Gedanken gemacht. Von der Stadt bekamen sie den Auftrag, entsprechende Pläne vorzulegen. Die werden jetzt geprüft. „Der Kerngedanke ist die Verbindung der Kirche zum Alten Markt“, sagt Dirk Heinemann vom Bauverein Hauptpfarrkirche.

Grundmauern der Kirche dürfen nicht beschädigt werden

Dazu soll das etwa 70 Zentimeter hohe Mäuerchen, das den Kirchvorplatz zum Markt hin abgrenzt und wie eine optische Barriere wirkt, abgerissen werden. Und die Fläche des Marktplatzes soll leicht ansteigend bis zur Kirche erweitert werden. „Früher standen vor der Hauptpfarrkirche Häuser“, weiß Dirk Heinemann. Diese wurden im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. „Die Grundmauern sind aber erhalten und dürfen nicht beschädigt werden.“

Durch die Entfernung des Mäuerchens würde die Citykirche auf Anhieb ein Teil des Alten Markts. „Und das entspricht der Bedeutung dieses Gotteshauses, das älter ist als das Münster und immer eine große Bedeutung als Bürgerkirche hatte.“ „Wichtig ist die freie Sichtachse zwischen der Kirche und dem zentralen Marktplatz“, sagt Anne-Rose Jansen vom Bauverein. Dazu sei es notwendig, die Fläche mittels Pollern autofrei zu halten und einige der Bäume zu entfernen. „Vielleicht lässt sich aus dem Vitusbrunnen auch noch etwas Gescheites machen.“

Barrierefreier Zugang zur Kirche soll gewährleistet sein

Wichtig sei auch, so Anne-Rose Jansen, der barrierefreie Zugang zur Kirche. „Der rote Schotter, den wir jetzt da haben, ist für Rollatoren ein echtes Hindernis.“ Ein transparenter Windfang soll vor den Haupteingang gesetzt werden, damit zukünftig Regen und Sturm draußen bleiben.

Und damit die Citykirche ihrem Auftrag als Begegnungsstätte gerecht werde, müssten auf jeden Fall die Öffnungszeiten deutlich erweitert werden, sind sich Jansen und Heinemann einig. Dazu braucht es Freiwillige, die wöchentlich um die zwei Stunden als Aufsichten die Kirche betreuen und den Besuchern auch mal die eine oder andere Frage beantworten. „Dazu bekommen sie Material und eine Schulung“, sagt Dirk Heinemann.

Bisher sorgen zwölf bis 14 Ehrenamtler dafür, dass die Kirche überhaupt geöffnet sein kann. „Berufstätige haben kaum eine Chance, nach der Arbeit in der Citykirche zu verweilen“, sagt Anne-Rose Jansen. „Und es ist auch absolut nicht haltbar, dass die Kirche samstags nur ein paar Stunden und sonntags praktisch gar nicht offen ist“, sagt Dirk Heinemann. Insgesamt habe die Citykirche nur halb so viele Stunden geöffnet wie das Münster. In der benachbarten Basilika funktioniert das Ehrenamt-Modell bereits seit einigen Jahren – hervorragend und zuverlässig. „Wir brauchen etwa 50 Freiwillige – denn wir müssen immer mal wieder mit Ausfällen rechnen“, sagt Heinemann.

Interessenten melden sich bei Anne-Rose Jansen unter 02161/175146 oder Dirk Heinemann unter 02161/85400.

www.bauverein-hauptpfarrkirche.de

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