Glaube: Gladbacher Muslime und Christen resümieren harmonischen Ausflug nach Duisburg.

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Die Gladbacher Diyanet-Moschee an der Duvenstraße ist für viele Muslime ein wichtiger religiöser Ort (l.). Nach einem interkulturellen Ausflug nach Duisburg demonstrieren vor ihrem Eingang David Bongartz (v.l) , Klaus Schmitz, Vorbeter Ahmet Fuat Candir, Wolfgang Funke und Bünryamin Berk islamisch-christliche Eintracht.

Die Gladbacher Diyanet-Moschee an der Duvenstraße ist für viele Muslime ein wichtiger religiöser Ort (l.). Nach einem interkulturellen Ausflug nach Duisburg demonstrieren vor ihrem Eingang David Bongartz (v.l) , Klaus Schmitz, Vorbeter Ahmet Fuat Candir, Wolfgang Funke und Bünryamin Berk islamisch-christliche Eintracht.

Horst Siemes, Jörg Knappe

Die Gladbacher Diyanet-Moschee an der Duvenstraße ist für viele Muslime ein wichtiger religiöser Ort (l.). Nach einem interkulturellen Ausflug nach Duisburg demonstrieren vor ihrem Eingang David Bongartz (v.l) , Klaus Schmitz, Vorbeter Ahmet Fuat Candir, Wolfgang Funke und Bünryamin Berk islamisch-christliche Eintracht.

Mönchengladbach. Die Resonanz war riesig: Mit 70 Teilnehmern hatten die Veranstalter gerechnet, rund 200 Interessierte meldeten sich an. Mit zwei Bussen fuhr schließlich eine Gruppe aus Katholiken und Protestanten sowie Muslimen nach Duisburg, um die dortige Moschee und die evangelische Salvatorkirche zu besichtigen und gleichzeitig ins Gespräch zu kommen. Fazit: Begeisterte Teilnehmer und Abbau von Vorurteilen.

Gemeinsamkeiten vor einer Darstellung Abrahams entdeckt

"Es hat allen so gut gefallen, dass gleich gefragt wurde, wann die nächste Fahrt stattfindet", berichtet Bünyamin Berk vom Vorstand der Diyanet-Moschee. "In der Moschee gab es auf Seiten der Christen mehr Fragen. In der Kirche wiederum kamen viele Fragen von Muslimem", erzählt David Bongartz, evangelischer Pfarrer der Hauptkirche in Rheydt. Vor einer Darstellung Abrahams in der Kirche wurden viele Gemeinsamkeiten entdeckt, aber auch Unterschiede besprochen. "Der Dialog ist inzwischen so gewachsen, dass man auch strittige Fragen thematisieren kann", hebt Bongartz hervor.

Auch Ahmed Fuat Candir, der Imam der Diyanet-Moschee an der Duvenstraße, weiß um die Bedeutung der Zusammenarbeit. "Wir brauchen mehr Dialog, auch von unserer Seite her."

Die gemeinsame Fahrt nach Duisburg setzt eine Reihe positiver Entwicklungen fort: So werden in der Diyanet-Moschee Deutschkurse für Frauen und Mütter angeboten und Vertreter der christlichen Gemeinden zu Festen eingeladen. 60 Muslime besuchten die Hauptkirche, eine Gruppe evangelischer Frauen war in der Moschee beim Freitagsgebet zu Gast.

Zu Heiligabend besuchten Imam und Vorstand der Moschee die City-Kirche und die Rheydter Hauptkirche. Die nächste Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen, gibt’s bald. Am 23.April ist ein Kinderfest der muslimischen Gemeinden auf dem Rheydter Marktplatz geplant, wie es traditionell in der Türkei gefeiert wird.

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