Jetzt sollen seine Komplizen aussagen.

Mönchengladbach. Zur Sache will sich der Angeklagte (27) erst an einem der nächsten Prozesstage äußern. Zum Auftakt berichtete er zunächst aus seinem Leben.

Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2010 der Kopf einer Bande gewesen zu sein, die teure Autos über Strohleute mit fingierten Verdienstbescheinigungen per Kreditvertrag kaufen ließ. Die Kredite platzten reihenweise, die Wagen verschwanden zum Teil in Polen.

Die Mittäter waren offiziell als Bauarbeiter angemeldet

Bandenbetrug und Banden-Urkundenfälschung nennt das die Anklage. Das Muster war einfach. Polnische Staatsangehörige wurden angeworben, in Mönchengladbach angemeldet und mit Verdienstbescheinigungen als Bauarbeiter mit einem Netto-Monatslohn von 1500 Euro ausgestattet.

Betrüger sollen sogar Provisionen kassiert haben

Dann kauften sie auf Kredit in Mönchengladbach und Köln Autos. Teilweise soll es sogar so gewesen sein, dass Bandenmitglieder von den Autohäusern Provisionen für die Vermittlung der Kunden kassierten. Als der Schwindel aufflog, wurden zunächst vier Männer gefasst. Sie sind schon im November 2011 zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

In ihrem Prozess hatten sie Robert I. als den Planer ihrer Gruppe bezeichnet. Er war aber damals verschwunden. Am nächsten Prozesstag nächste Woche Donnerstag sollen zwei der bereits verurteilten Männer gegen den jetzt Angeklagten aussagen.

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