Lieberberg darf Gelände ab 2016 wohl pachten, haben Gespräche ergeben.

Die Chancen, dass Mönchengladbach doch noch Festival-Stadt wird, sind in den vergangenen Wochen erheblich gestiegen. Konzertveranstalter Marek Lieberberg und Sparkassenpark-Geschäftsführer Michael Hilgers wollen im August 2016 im JHQ auf zwei Bühnen ein Festival für rund 30 000 Menschen veranstalten, die auf dem Gelände die Möglichkeit zum Campen bekommen.

Eine Entscheidung soll im September fallen

Am Dienstag war Lieberberg in Mönchengladbach, um unter anderem mit Ulrich Schückhaus, dem Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft, und den beiden Fraktionsvorsitzenden von CDU und SPD, Hans Peter Schlegelmilch und Felix Heinrichs, zu verhandeln. Unüberwindbare Hürden hat dabei keine der Verhandlungsseiten erkennen können. „Die Bima ist offenbar bereit, einen Vertrag mit uns abzuschließen. Jetzt muss die Stadt prüfen, ob sie das Festival genehmigen kann“, sagte Lieberberg. Schon im Laufe des Septembers soll klar sein, ob das Festival im kommenden Jahr zum ersten Mal im JHQ sein kann. „Alle Beteiligten haben nie aufgehört, daran zu arbeiten. Jetzt sind wir erheblich weiter, aber noch lange nicht am Ziel.“

Lieberberg will das Festival für 30 000 Besucher etablieren

Dass die Bima nun – im Gegensatz zu vor einem Jahr – bereit sei, direkt an Lieberberg zu verpachten, sei ein erheblicher Fortschritt. „So weit wie jetzt waren wir noch nie“, so Schlegelmilch.

Den Ansprüchen von Umwelt- und Naturschutz zu genügen, dürfte leichter sein als beim ursprünglich geplanten „Rock am Ring“-Festival. Das wäre Anfang Juni gewesen und hätte Tiere beim Brüten stören können. Der August ist dieser Hinsicht deutlich weniger kritisch. Herausfordernder ist es wohl, für ausreichenden Lärmschutz zu sorgen.

Das Festival soll zur regelmäßigen Einrichtung werden. Lieberberg möchte einen Vertrag über fünf bis sieben Jahre abschließen.

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