Giesenkirchen: Vom bisherigen Partner FDP ist man tief enttäuscht.

Mönchengladbach. Die CDU wird in der heutigen Stadtratssitzung für das umstrittene Bauprojekt Giesenkirchen 2015 stimmen. Hat aber nach dem Nein ihres bisherigen Partners FDP keine Mehrheit mehr für das Millionen-Vorhaben. Wahrscheinlich in geheimer Abstimmung entscheidet der Stadtrat über das von der Bürgerinitiative "Nein zu Giesenkirchen 2015" erreichte Bürgerbegehren. Dem wollen SPD, FDP, Bündnis-Grüne, FWG, Die Linke folgen. "2015" ist damit gestorben.

Zum Ärger nicht nur von CDU-Fraktionschef Rolf Besten. Er sagt: "Warum sollen wir unsere Meinung ändern? Es geht um attraktive Neubaugebiete, verbunden mit einer neuen Sportanlage."

FDP: Können Willen der Bürger nicht ignorieren

Über das Verhalten der FDP sind Besten wie CDU-Parteichef Norbert Post mehr als verärgert. Denn bei allen bisherigen Diskussionen hätten sich die Liberalen positiv zu dem Großprojekt geäußert. FDP-Sprecher Anno Jansen-Winkeln sagt: "Wir können den Wählerwillen nicht ignorieren, er ist begründet."

Sprecher der Initiative und der Opposition sagen, dass Giesenkirchen 2015 überflüssig ist. Daran verdienten nur einige Bauträger.

Die CDU lässt nicht locker und will erreichen, dass alle wahlberechtigten Gladbacher per Bürgerentscheid (Abstimmung im Wahllokal) über die Giesenkirchener Pläne abstimmen. Notfalls werde man in zwei Jahren das Vorhaben erneut auf die Tagesordnung der politischen Gremien setzen lassen, heißt es.

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