Stefan Wimmers verzichtet auf Ratsbewerbung nach Krach am Vorabend. Reiner Brandts unterliegt Fraktionsgeschäftsführer Hans-Wilhelm Reiners.

wza_1500x984_431142.jpeg
Norbert Post, OB-Kandidat und Parteichef der CDU, verlangte Geschlossenheit – doch am Ende gab es sie nicht.

Norbert Post, OB-Kandidat und Parteichef der CDU, verlangte Geschlossenheit – doch am Ende gab es sie nicht.

Siemes/Knappe

Norbert Post, OB-Kandidat und Parteichef der CDU, verlangte Geschlossenheit – doch am Ende gab es sie nicht.

Mönchengladbach. Schon beschwörend forderte OB-Kandidat und Parteichef Norbert Post vor den 154 CDU-Delegierten, spätestens "heute Abend" aufzuhören mit den persönlichen Angriffen, den Machtspielchen, dem Fingerhakeln und dem Beinchen-Stellen. Von dieser Konferenz, in der die CDU ihre Bewerber für die Kommunalwahl im Juni nominierte, müsse auch das Signal ausgehen, wie Christdemokraten miteinander umgehen. Nämlich fair und loyal.

Doch spätestens bei der Nominierung des Bewerbers für den Wahlreis 7, Windberg-Süd/Waldhausen, kamen die Signale aus ganz anderer Richtung. Stefan Wimmers, Ex-OB-Kandidat der CDU, -Stadtmitte-Bezirksvorsteher, verzichtete. Weil es im Vorfeld mächtig verletzenden Streit unter den Delegierten der Nord-CDU gegeben habe. Er, Wimmers, wolle auch künftig in den bekannten Spiegel sehen, sagt er.

Was wird jetzt politisch aus Torsten Terhorst?

Dass es zwischen Wimmers und der Architektin Annette Bonin ("Ich bin keine Quotenfrau") zur Kampfabstimmung kommen würde, war bekannt. Die Mitglieder der CDU Nord hatten auch Bonin und nicht Wimmers ins Rennen geschickt. Nun bemüht sich Bonin um ein Ratsmandat. Ihr Stimmergebnis: 91 Ja, 43 Nein.

Vor den langatmigen Wahlgängen hatte Daniel Bauer, Chef der Jungen Union (JU), erklärt, die JU sei nicht unglaubwürdig geworden, weil sie einem Deal zugestimmt habe: Rebell Torsten Terhorst verzichtet auf eine Ratskandidatur zu Gunsten von Fraktionschef Rolf Besten. Den hatten Mitglieder der JU und vor allem Terhorst massiv kritisiert. Besten will im neuen Rat auf den Fraktionsvorsitz verzichten - ein Ziel der JU.

Überraschend unterlag Urgestein Reiner Brandts CDU-Fraktionsgeschäftsführer Hans-Wilhelm Reiners. Beide bewarben sich um den Wahlkreis 11, Eicken-Süd/KFH. Brandts bekam nur 59 Ja-, Reiners 88 Ja-Stimmen.

Spannend wird es nun, was politisch aus Terhorst wird. Denn der sollte Mitte der neuen Legislaturperiode Brandts im Stadtrat beerben. Das war Teil der Vereinbarungen.

Besten selbst kandidiert in Eicken-Nord. Er erhielt wie alle einer Liste mit 21 Bewerbern 94-mal Ja. Insgesamt geht es bei der Juni-Wahl um 33 Direktwahlkreise.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer