Die Einrichtung des Straßenverkehrsamtes musste am Mittwoch evakuiert werden.

Einsatz
Erst nach einer Stunde gab es Entwarnung: Bei dem Einsatz am Straßenverkehrsamt konnten die Feuerwehrleute nur unter Atemschutz die Buttersäure beseitigen.

Erst nach einer Stunde gab es Entwarnung: Bei dem Einsatz am Straßenverkehrsamt konnten die Feuerwehrleute nur unter Atemschutz die Buttersäure beseitigen.

Theo Titz

Erst nach einer Stunde gab es Entwarnung: Bei dem Einsatz am Straßenverkehrsamt konnten die Feuerwehrleute nur unter Atemschutz die Buttersäure beseitigen.

Mönchengladbach. Mittwochmittag gegen 12 Uhr: In den Räumen der Kfz-Zulassungsstelle an der Rheinstraße verbreitet sich plötzlich ein übler und beißender Gestank. Zwei Kunden müssen sich übergeben, zwei städtische Mitarbeiter klagen über starke Übelkeit. Die Feuerwehr wird alarmiert, das Gebäude, in dem sich die Kfz-, Bußgeld- und Führerscheinstelle sowie Büros der NEW befinden, wird evakuiert. Rund 100 Menschen müssen raus.

Die Feuerwehrleute untersuchen unter Atemschutz die Räume und finden im Eingangsbereich, in der Nähe der Toiletten, zwei Pfützen. Wenig später wird bestätigt, was vorher schon vermutet wurde: Bei der übelst stinkenden Flüssigkeit handelt es sich um Buttersäure. Buttersäure ist eine bei Zimmertemperatur farblose Flüssigkeit, die vor allem unangenehm nach Erbrochenem oder ranziger Butter riecht, woher auch der Name stammt. Ihre Dämpfe reizen die Augen sowie die Atemwege.

Nach der Evakuierung beginnt die Feuerwehr mit der Lüftung des Gebäudes und Neutralisierung des Geruchs. Im Einsatz sind die Kräfte von den Feuerwehrwachen Von-Groote-Straße und Pfingsgraben sowie der Fachberater Chemie. Die Rheinstraße muss wegen der eingesetzten Feuerwehrfahrzeuge gesperrt werden. Erst eine Stunde später wird die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

Polizei auf der Suche nach weiteren Zeugen

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet. Wer die Flüssigkeit im Straßenverkehrsamt ausgeschüttet hat, ist noch nicht geklärt. Die Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen. Sie fragt, wem am Mittwoch gegen 12 Uhr Verdächtiges im Foyer der Zulassungsstelle aufgefallen ist. Wer könnte die Buttersäure ausgeschüttet haben? Besonders wichtig ist für die Polizei, dass sich die beiden Kunden, die sich wegen des Gestanks übergeben mussten, bei ihr melden.

Das Straßenverkehrsamt blieb am Mittwoch nach dem Vorfall geschlossen. „Wir gehen aber davon aus, dass Zulassungs-, Führerschein- und Bußgeldstelle am heutigen Donnerstag aber wieder von 10 bis 19 Uhr geöffnet sein werden“, sagte Stadtsprecher Dirk Rütten am Mittwoch. Die betroffenen Bereiche müssen jetzt noch durch ein Reinigungsunternehmen von den Rückständen der Buttersäure befreit werden. Möglicherweise bleibt am Donnerstag der Haupteingang geschlossen, stattdessen wird ein Seiteneingang für den Kundenverkehr geöffnet. Die NEW nahm die Arbeit in dem Gebäude am Mittwoch um 14 Uhr wieder auf. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 02161 290 entgegen.

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