Tennis: Etat beim Tennisverein muss deutlich zurückgefahren werden.

Trainer Luis Elias (l.) und Spitzenspieler Sascha Hesse. Gespannt darf man sein, wie sich Elias’ Filius Patrick (16) bewährt.
Trainer Luis Elias (l.) und Spitzenspieler Sascha Hesse. Gespannt darf man sein, wie sich Elias’ Filius Patrick (16) bewährt.

Trainer Luis Elias (l.) und Spitzenspieler Sascha Hesse. Gespannt darf man sein, wie sich Elias’ Filius Patrick (16) bewährt.

Reinartz

Trainer Luis Elias (l.) und Spitzenspieler Sascha Hesse. Gespannt darf man sein, wie sich Elias’ Filius Patrick (16) bewährt.

Osterath. Die Freiluftsaison liegt für den Tennisverein Osterath noch in weiter Ferne, doch im Vorfeld scheint sich eine harte Saison anzubahnen. Im Jahresbericht teilte der Vorsitzende Rolf van Kaldekerken den Mitgliedern mit, dass es in der schwierigen wirtschaftlichen Zeit immer problematischer wird, Sponsoren zugewinnen. Aber gerade auf potente Geldgeber ist der Verein dringend angewiesen, um das Überleben in der 2. Tennis-Bundesliga zu sichern. Da die Gelder in Osterath offenbar nicht mehr so fließen wie in den Vorjahren, muss der Etat für das laufende Jahr deutlich zurückgefahren werden.

Sorgen um Personalbestand: Verliert der TVO seine starken Ausländer?

Schon jetzt machen sich die Auswirkungen dieser Mindereinnahmen im Personalbestand der ersten Herrenmannschaft bemerkbar. Kaldekerken wies darauf hin, dass die starken Ausländer Adrian Menendez (Spanien) sowie Björn Rehnquist (Schweden) wahrscheinlich nicht mehr zum Kader gehören. Auch hinter dem Einsatz von Mounir El Aarej aus Marokko, der seit einigen Jahren das Bild der Herren des TV Osterath prägte, steht ein dickes Fragezeichen.

Da auch Kevin Deden vor der Winterpause noch zum Ligakonkurrenten TC Solingen wechselte, bricht die führende Personaldecke der Osterather weg. "Mit schwerem Herzen und großer Enttäuschung müssen wir diesen Weg gehen. Aber vielleicht finden sich ja doch noch einige Sponsoren, die uns weiterhelfen werden, denn man soll die Hoffnung ja nie aufgeben", sagt van Kaldekerken. Um Spitzenspieler Sascha Hesse, Jens Janssen, Sebastian Schlösser und Gerrit Lotz wird sich wohl ein neues Team für die zweithöchste Spielklasse bilden.

Ohne dem Saisonverlauf vorzugreifen, so muss man doch annehmen, dass der Klassenerhalt in der am 19. Juli beginnenden Saison kaum zu bewältigen sein wird. Dies liegt aber auch am neuen Modus des Deutschen Tennis Bundes. Aus der bisherigen zweigeteilten Klasse in Süd- und Nord-Bundesliga soll im Jahre 2010 eine gesamte zweite Bundesliga gebildet werden. So müssten von den insgesamt neun Mannschaften vier Teams absteigen. Noch einmal dürfen sich die Osterather auf starke Heimspiele freuen, denn mit dem TC Logopak Nordholm, KTHC Stadion RW Köln, Oberhausener THC und dem TC RW Erfurt gibt es interessante Spiele am Krähenacker zu sehen. "Wir müssen uns wieder mehr auf unsere Eigengewächse konzentrieren", sagt Luis Elias, der in den vergangenen Jahren als Trainer besonderen Anteil am Leistungssprung der Osterather hatte. Ein gutes Talent gibt es in der eigenen Familie, denn der erst 16-Jährige Patrick Elias wird seit Jahren kontinuierlich aufgebaut.

In der deutschen Rangliste der Jahrgänge U 16 belegt der Filius schon Platz vier. Auch in der europäischen Rangliste ITF ist Patrick als bester deutscher Spieler auf Position 16 zu finden.

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