Damit Mädchen in den Vereinen von der WM profitieren, üben nun auch ihre Trainer.

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Unter der Aufsicht von Borussia Damen-Trainer Kyle Berger (3.v.r.) müssen die Fußballlehrer dribbeln.

Unter der Aufsicht von Borussia Damen-Trainer Kyle Berger (3.v.r.) müssen die Fußballlehrer dribbeln.

Knappe

Unter der Aufsicht von Borussia Damen-Trainer Kyle Berger (3.v.r.) müssen die Fußballlehrer dribbeln.

Mönchengladbach. Ihre Schützlinge würde dieser Anblick sicherlich freuen. Diesmal müssen nicht sie, sondern ihre Trainer die Fußballschuhe schnüren, über den Platz hetzen und manchmal etwas atemlos dem Ball hinterherlaufen. 15 Fußballlehrer aus Mönchengladbach und dem Kreis Viersen dribbeln, passen und flanken an diesem Abend auf dem Kunstrasenplatz der Sportanlage Haus Lütz. Sie alle trainieren in ihren Vereinen Mädchen- oder Damenmannschaften.

Mädchenfußball soll durch die WM nachhaltig gefördert werden

Es ist die zweite von fünf Schnuppertrainings-Einheiten, die die Stadt gemeinsam mit der Borussia anbietet. Konzipiert wurde die Maßnahme für Trainer als eine von mehreren im Rahmen der Frauen-Fußball-WM: „Wir wollen erreichen, dass die Weltmeisterschaft den Mädchenfußball auch nach ihrem Ende nachhaltig fördert“, sagt Magdalena Heynen vom Fachbereich Sport und für die Koordination zuständig. Finanziert wird das Angebot aus NRW-Fördermitteln.

Frank Kirchhübel trainiert die U-13-Mädchen vom TuRa Brüggen und will sich mit „fachkundiger Unterstützung“ professioneller auf sein Training vorbereiten: „Schließlich soll es auf Dauer nicht langweilig werden.“

„Fußball ist Fußball.“

Kyle Berger über den Unterschied zwischen Mädchen und Jungen.

Kornelia Jansen ist aktive Spielerin beim SV Lürrip und überlegt noch, ob sie den Weg auf die Trainerbank wagen soll. „Die Sicht eines Trainers auf das Training ist doch ganz anders, als man sie als Spielerin hat.“

Projekt Im Vorfeld der Frauen-Fußball-WM im Juni und Juli gibt es ein Rahmenprogramm in den Bereichen Kultur und Sport.

Keinen großen Unterschied macht Kyle Berger zwischen Mädchen und Jungen auf dem Platz. Er leitet die Einheiten und ist bei der Borussia für den Mädchen- und Frauenfußball zuständig: „Fußball ist Fußball“, findet er. Durch „Learning by doing” will Berger die Trainer für den Mädchenfußball fit machen.

„Wir haben schon viele wertvolle Tipps bekommen“, erklärt Kirchhübel. Für dieses Treffen hat seine Gruppe die Aufgabe, eine Trainingseinheit in Theorie und Praxis zu konzipieren. „Der Abschluss soll immer Spaß machen“, hat der Brüggener schon gelernt. Was sonst noch wichtig ist: Alle Übungen sollten aufeinander aufbauen und „das Geheimnis für erfolgreiches Training ist es, so viele Wiederholungen wie möglich einzubauen.“ Am letzten Tag dürfen die Mädchen- und Damenfußballtrainer dann lernen, wie die 1. Damenmannschaft der Borussia trainiert.

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