Der Aufsteiger geht mit einem kleinen Kader in die Zweitliga-Saison. Neuer Spielerrat soll Konflikte lösen.

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Klaus Hintzen sieht kaum finanziellen Spielraum.

Klaus Hintzen sieht kaum finanziellen Spielraum.

Klaus Hintzen sieht kaum finanziellen Spielraum.

Korschenbroich. Beim TV Korschenbroich werden die letzten sportlichen Details geklärt. Der Etat für die Spielzeit in der 2. Bundesliga steht, ist im Vergleich zur abgelaufenen Saison aber um 20 Prozent geschrumpft.

Zwei Spieler will der TVK noch verpflichten, um für das Projekt Klassenerhalt gewappnet zu sein. So sollen noch ein Torhüter und ein Linkshänder für die rechte Seite unter Vertrag genommen werden.

Bei der Suche nach Verstärkungen wird Trainer Khalid Khan nicht nur Unterstützung vom neuen Co-Trainer Jörn Ilper erhalten, sondern auch vom 2. Geschäftsführer Klaus Hintzen. Hintzen, zuständig für den kaufmännischen und sportlichen Bereich, macht aber klar, dass er die Kompetenzen von Khan nicht beschneiden will: "Es geht darum, ihn zu unterstützen. Die sportlichen Kompetenzen und das Sagen bei allen Entscheidungen im sportlichen Bereich hat uneingeschränkt der Trainer."

Freie Hand hat Khan dabei aber keineswegs, dafür sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Aufsteigers zu beschränkt, wie auch Hintzen einräumt. "Leider unterliegen wir wie alle Vereine wirtschaftlichen Zwängen, daher lässt sich leider nicht alles realisieren, was wünschenswert wäre", so der 61-Jährige.

Deswegen wird Khan für die schwere Aufgabe Klassenerhalt wohl auch nur auf einen 13 Mann starken Kader zurückgreifen können. Eine Tatsache, die der Trainer bereits moniert hatte. Doch Hintzen macht deutlich: "Natürlich wäre ein größerer Kader besser, aber mehr geht aus wirtschaftlichen Gründen einfach nicht."

Trotz des geringeren Etats sieht der neue Mann in der Geschäftsführung keine Probleme für die Lizenzierung: "Auch wenn manh nie ganz sicher sein kann, sollten wir die Lizenz ohne Probleme bekommen." Ein großer Vorteil für die Saisonplanung war, dass der Großteil des Kaders und die begehrten Leistungsträger wie Torjäger David Breuer gehalten werden konnten. "Ein ausdrückliches Dankeschön an die Spieler, dass es möglich war, den Kern der Mannschaft zusammen zuhalten", so Hintzen.

Trotz des überragenden Erfolgs in der Regionalliga-Saison (60:0 Punkte) herrscht in der Korschenbroicher Führungsetage ein ausgeprägtes Realitätsbewusstsein, mögliche Spannungen durch sportlichen Misserfolg werden bereits einkalkuliert. Daher wurde ein Spielerrat einberufen, bestehend aus David Breuer, Marcel Görden und Mathias Deppisch.

"Da wir sicher nicht weiter so spielerisch leicht alles dominieren können wie in der vorigen Saison, sind Konflikte unvermeidlich. Wir wollen dafür sorgen, dass Mannschaft, Trainer und Geschäftsführung alle an einem Strang ziehen - und zwar in dieselbe Richtung", so Hintzen und führt fort: "die Strukturen sind geschaffen, nun müssen wir sie nur noch mit Leben füllen."

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