Landesligist bezwingt nach enttäuschender Vorrunde Odenkirchen im Finale.

Hallenfussball
Die Spieler des 1. FC Mönchengladbach feiern den Titelgewinn bei den Fußball-Hallenstadtmeisterschaften.

Die Spieler des 1. FC Mönchengladbach feiern den Titelgewinn bei den Fußball-Hallenstadtmeisterschaften.

Theo Titz

Die Spieler des 1. FC Mönchengladbach feiern den Titelgewinn bei den Fußball-Hallenstadtmeisterschaften.

Mönchengladbach. Am Ende jubelte wieder der Rekordsieger. Etwas überraschend haben die Landesliga-Fußballer des 1. FC Mönchengladbach am Samstagabend die 30. Hallenstadtmeisterschaften gewonnen. Die in der Vorrunde noch enttäuschenden Westender wussten sich in der Endrunde zu steigern und behielten in der ausverkauften Jahnhalle im Finale gegen den Titelverteidiger Odenkirchen 05/07 mit 4:2 (3:0) die Oberhand.

„Wir wollten es unbedingt besser machen als in den Vorrundenspielen. Ich denke, dass ist uns auch gelungen“, sagte Trainer Emil Neunkirchen.

Der Zweitplatzierte musste auf Stammkeeper Afari verzichten

Mit dem 1. FC gewann am Ende die schnellste und ausgewogenste Mannschaft im achtköpfigen Feld. Der Landesligist paarte Zweikampfstärke (Nico Königs) und Tempo (Deo Kisolo) mit Finesse. Für das letzte Element sorgte mit dem A-Jugendlichen Aaran Abdelkarim der Jüngste. Mit welcher Kaltschnäuzigkeit der 18-Jährige im Halbfinale und Finale wichtige Treffer erzielte, war beeindruckend. Ob Odenkirchen mit dem etatmäßigen Torhüter Kevin Afari den Titel verteidigt hätte, lässt sich im Nachhinein schwer sagen. Das Fehlen der Nummer eins war auf jeden Fall ein Handycap.

Es sprach für die Qualität der Mannschaft von Peter Schleuter, dass sie diese Schwachstelle im entscheidenden Gruppenspiel gegen Viktoria Rheydt (3:0) und beim 3:1-Halbfinalsieg über den SV Lürrip kaschieren konnte. Lürrip hatte sich ganz souverän für das Halbfinale qualifiziert und in die Rolle des Topfavoriten gespielt.

Doch als es darauf ankam, blieb auch der starke erste Block von René Machowski blass. Odenkirchens André Kuhlen gelang im Semifinale ein Hattrick zum 3:0, ehe Frederik Verlinden Ergebniskosmetik betrieb. Der SVL musste sich letztlich mit Platz drei und der Torjägerkanone für Thorsten Lippold (10 Turniertore) zufrieden geben.

Im kleinen Finale setzte sich Lürrip im Neunmeter-Schießen gegen den Rheydter SV durch, der in einem packenden Halbfinale mit strittigen Schiedsrichterentscheidungen dem späteren Titelträger mit 2:4 unterlegen war, immerhin aber in Stefan Zabel den besten Torhüter stellte.

Durch den Filzball bleibt das spielerische Niveau mäßig

Wie schon in der Vorrunde blieben auch in der Endrunde die großen Überraschungen aus. In der Gruppe A blieben Holt (1 Punkt) und die Red Stars (2) ohne Sieg. In der Gruppe B schlug Rheindahlen zwar den Stadtmeister (3:2), gab aber gegen Viktoria Rheydt eine 2:1-Führung aus der Hand und schied mit dem Bezirksligisten vorzeitig aus.

Dass das spielerische Niveau auch bei den besten acht Teams nur selten für Entzückung sorgte, lag nicht nur, aber auch am längst nicht mehr zeitgemäßen Spielball aus Filz. Immerhin kamen die Zuschauer im Finale noch einmal auf ihre Kosten. Nachdem Moseler, Kisolo und Königs den 1. FC im ersten Abschnitt scheinbar komfortabel mit 3:0 in Führung gebracht hatten, drehte Odenkirchen noch einmal sehenswert auf.

Der zum besten Spieler gekürte Thorben Schmitt per artistischem Seitfallzieher und Mo Chaibi mit der Hacke verkürzten auf 3:2. Die Spannung entwich erst, als Aaran Abdelkarim trocken zum 4:2 abzog. Kurz darauf kannte der Jubel bei den jungen Westendern keine Grenzen mehr.

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