Giesenkirchen überrascht mit Knuppertz-Rücktritt.

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Die Spielvereinigung Odenkirchen ist Hallenstadtmeister.

Die Spielvereinigung Odenkirchen ist Hallenstadtmeister.

DW

Die Spielvereinigung Odenkirchen ist Hallenstadtmeister.

Mönchengladbach. Der alte ist auch der neue Hallenfußball-Stadtmeister. Bei der Endrunde in der Jahnhalle setzte sich der Titelverteidiger Spielvereinigung Odenkirchen in beeindruckender Manier durch.

Der von Henk Rayer trainierte Landesligist ging verlustpunktfrei aus der "Hammergruppe" A mit den Ligarivalen 1. FC Mönchengladbach und VfL Giesenkirchen sowie dem starken Bezirksligisten TuS Wickrath hervor. Und auch in den abschließenden Finalspielen war das Rayer-Team nicht zu stoppen.

Weder der Überraschungs-Halbfinalist Rot-Weiß Venn (5:1) noch der TuS Wickrath, der im Finale mit 4:0 bezwungen wurde, hatten gegen Odenkirchen an diesem Tag eine echte Chance.

Kleiner Trost für den TuS: Er qualifizierte sich neben dem Titelträger für das Hallenmasters in Dülken, das in 14 Tagen stattfinden wird. Fortuna Mönchengladbach darf als Dritter (5:4 im kleinen Finale gegen Venn) auf eine "Wildcard" hoffen.

Guido Knuppertz: "Es gab Differenzen mit dem Vorstand"

Für den meisten Gesprächsstoff unter dem Hallendach sorgte am Samstag jedoch der VfL Giesenkirchen. Dort trat Trainer Guido Knuppertz kurz vor Beginn der Endrunde überraschend zurück. "Es gab Differenzen mit dem Vorstand", sagte Knuppertz, dessen Trainerrolle in der Jahnhalle Torwart Markus Visschers übernahm.

Knuppertz erfuhr über interne Quellen offenbar von einer Vorstandsabstimmung, der zufolge man sich mit 3:1-Stimmen für einen Trainerwechsel im Sommer entschieden haben soll. "Die Vertrauensbasis war somit zerstört", sagte Knuppertz.

 Giesenkirchens erster Vorsitzender Siggi Moossen, der laut Knuppertz bis zum Schluss dessen einziger Befürworter gewesen sein soll, bedauerte den Entschluss. "Es war seine eigene Entscheidung, über die ich persönlich unglücklich bin. Wir werden im Vorstand am kommenden Donnerstag nun beraten, wie es weitergehen soll."

Die Querelen im Umfeld gingen an der Mannschaft natürlich nicht spurlos vorbei. Zwar holten die Visschers-Mannen im ersten Gruppenspiel gegen den 1. FC Mönchengladbach (2:2) noch einen 0:2-Rückstand auf. Doch nach Niederlagen gegen Odenkirchen (3:5) und Wickrath (2:3) war für den Mitfavoriten nach der Vorrunde Schluss.

Wie es auf dem Feld nun weitergeht, ist völlig offen. Mit Tim Hollenbenders, Oliver Dietz und Serdar Duran stehen neben Trainer Knuppertz drei weitere Abgänge fest. Und glaubt man dem Ex-Coach, dann stehen auch Aykut Songur, Sadek Simsek und Ugur Göksu in der Rückrunde nicht mehr zur Verfügung.

Harmonie herrschte am Samstag hingegen beim TuS Wickrath. "Es war nicht damit zu rechnen, dass wir uns in dieser starken Gruppe für das Halbfinale qualifizieren. Mit dem zweiten Platz bin ich hochzufrieden", sagte TuS-Coach Norbert Müller. Schon im Eröffnungsspiel musste sich der Bezirksliga-Spitzenreiter dem späteren Sieger mit 0:2 geschlagen geben.

Im Finale behielt Odenkirchen dann erneut mit 4:0 die Oberhand. Die Spielvereinigung stellte in Mohammed Chaibi auch den mit sechs Treffern erfolgreichsten Torjäger des Turniers. Da nutzte es dem TuS im Endspiel auch nichts, dass er mit Tim Dinslaken den besten Torhüter des Turniers stellte.

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