Trainer von Union Nettetal zu den Ursachen der Krise.

Nettetal. Nach der 0:1-Niederlage im Duell beim Zweiten TuS Bösinghoven hat Union Nettetal (5.) die Tabellenspitze im Aufstiegsrennen aus den Augen verloren. Zehn Punkte trennt die Mannschaft von Trainer Josef Cherfi (Archivfoto: Gayk) nach dem 13. Spieltag mittlerweile von Tabellenführer Hamborn 07. Nicht nur die sportliche Führung in der Seenstadt weiß, dass es angesichts der Teams in der Spitzengruppe eine schwierige Mission ist, diesen Rückstand aufzuholen. "Zehn Punkte sind natürlich eine Hausnummer. Aber wir schauen auch auf andere Mannschaften wie Tönisberg, Grieth, FSV Duisburg und Kleve, die ebenfalls noch oben mitmischen können", sagt Cherfi.

Union-Trainer kritisiert die Chancenverwertung der Spieler

Erklärungen gibt es: "Einige Spieler sind durch Beruf und Studium oft im Training verhindert und können so auch keine Top-Leistung bringen. Andere Mannschaften sind in der Breite dann auch etwas besser aufgestellt", sagt der Coach. Dass die Liga im Vergleich zum Vorjahr in der Spitze mit den finanzstarken Klubs aus Bösinghoven und Hamborn stärker geworden sei, glaubt Cherfi indes nicht.

Vielmehr übt man sich in Nettetal in Selbstkritik: "Wir gehen zu fahrlässig mit unseren Torchancen um und stehen auch defensiv noch nicht so gut wie geplant", sagt der Trainer. Nun soll eine Analyse der sportlichen Situation folgen. "Wir haben noch ein Spiel gegen den Tabellenletzten Tura Duisburg, das wir unbedingt gewinnen wollen. Danach ist erst einmal Pokal. Dann werden wir uns zusammensetzen und die Situation sowie Zielsetzung neu bewerten."

Abschreiben sollte man Union aber noch nicht: "Wir wissen auch, was wir in der vergangenen Rückrunde noch geschafft haben", sagt Cherfi. anle

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