So gut wie in dieser Saison hat Herbert Scheulen die Gladbacher lange nicht mehr gesehen.

Mönchengladbach. Herbert Scheulen ist dem 1. FC Mönchengladbach schon viele Jahre lang verbunden. Doch so gerne wie in dieser Saison ist der frühere Funktionär und Trainer des Fußball-Landesligisten schon lange nicht mehr zu den Spielen der ersten Mannschaft gegangen. "Da macht es Spaß zuzuschauen. Die Jungs spielen wirklich einen guten Ball", schwärmt Scheulen. Es ist noch gar nicht lange her, da sah die Fußballwelt für ihn und den Klub alles andere als rosig aus. Als Interimscoach versuchte Scheulen in der Spielzeit 2006/2007 mit allen Mitteln, den Abstieg in die Bezirksliga zu vermeiden. Doch das Unterfangen misslang. Inzwischen ist dieser Schaden repariert. Der 1. FC kickt seit der vergangenen Saison wieder in der Landesliga. Und dort zählt das Team unter der Leitung von Frank Mitschkowski inzwischen sogar zu den Topmannschaften. "Die Mischung zwischen Jung und Alt passt. Außerdem identifiziert sich die Truppe mit dem Verein", freut sich Scheulen.

Scheulen traut dem 1. FC den Aufstieg in die sechste Liga zu

An der Seite von Oliver Kremer und Florian Meier blühen Talente wie Akin Uslukan und Fabio Ribeiro auf. Es scheint, als habe Mitschkowski eine Elf geformt, die auf Sicht viel erreichen kann. Noch nie war der Verein in der heutigen Niederrheinliga, besser bekannt als Verbandsliga, vertreten. Doch dem jetzigen Stamm ist der Sprung in die Sechstklassigkeit durchaus zuzutrauen. "Für die Spieler, den Trainer und die Zuschauer wäre ein Aufstieg eine tolle Sache. Das wäre sportlich eine ganz neue Herausforderung", sagt Scheulen. "Allerdings glaube ich nicht, dass der Verein unbedingt aufsteigen will", so der Intimkenner weiter. Dabei wären die Kosten und Anforderungen eine Spielklasse höher seiner Ansicht nach nicht wesentlich höher. Zudem verfüge der Klub über ein Faustpfand, das in Zeiten allgemein begrenzter finanzieller Mittel Gold wert ist: eine hervorragende Jugendarbeit. "Wir haben schon immer auf den eigenen Nachwuchs gesetzt. Das zahlt sich jetzt aus", erklärt Scheulen. Schon im vergangenen Sommer beförderte Frank Mitschkowski mehr als ein halbes Dutzend Spieler aus der eigenen A-Jugend in seinen Kader. Nun klopft der nächste Jahrgang an. Auch die aktuelle U19 mischt in der A-Junioren-Niederrheinliga um den Aufstieg in die Junioren-Bundesliga mit. Herbert Scheulen wird es freuen. Die Voraussetzungen sind also geschaffen, dass er auch in den kommenden Jahren guten Fußball zu sehen bekommt. Morgen sind seine Augen übrigens in Richtung Dormagen gerichtet. Bei Bayer Dormagen möchte der 1. FC die nächsten drei Punkte einfahren.

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