Die DFL betreibt bundesweit 42 Leistungszentren. Das Gladbacher gehört zu den besten.

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Der Deutsche Fußball Bund unterstützt das Fußball-Leistungszentrum im Nordpark finanziell. Fotos (2): Jörg Knappe

Der Deutsche Fußball Bund unterstützt das Fußball-Leistungszentrum im Nordpark finanziell. Fotos (2): Jörg Knappe

Der Deutsche Fußball Bund unterstützt das Fußball-Leistungszentrum im Nordpark finanziell. Fotos (2): Jörg Knappe

Knappe, Jörg, Bild 1 von 2

Der Deutsche Fußball Bund unterstützt das Fußball-Leistungszentrum im Nordpark finanziell. Fotos (2): Jörg Knappe

Mönchengladbach. Zwei Sterne tragen sie immer mit sich. Es ist der Lorbeer vergangener Zeiten, der das Trikot der mittlerweile aktuell wenige erfolgreichen Profis von Borussia Mönchengladbach stets ziert. Wer fünfmal Deutscher Meister war, darf sich mit eben diesen beiden goldenen Sternen auf dem Dress schmücken. So ist das in der Bundesliga. Auf den dritten Stern warten die Profis ja seit einigen Jahrzehnten. Es wird so schnell damit wohl auch nichts werden.

Anders verhält es sich dagegen mit der Auszeichnung des Klubs als Leistungszentrum. Die Deutsche Fußball-Liga, die am Dienstag im Rahmen des Länderspiels auf die Gründung der Nachwuchs-Einrichtungen vor zehn Jahren zurückblickte, hat gerade ein Ranking erstellt, dass sie allerdings nicht veröffentlicht. Wieder einmal, nach 2007. „Und wir sind nicht schlechter geworden“, sagt Jugend-Geschäftsführer Hans Mathia voller Überzeugung und in Erwartung der drei Sterne. Das ist die höchste Auszeichnung, die die DFL vergibt. „Die hatte wir 2007 auch“, sagt Mathia.

80 000 Euro zahlt die Fußball-Liga für jeden Stern auf der Brust

Ein Stern mehr oder weniger lässt sich auch in Barem messen. 80 000 Euro zahlt die DFL für jeden vergebenen Stern an die Profiklubs. Eine Wertschätzung für Investitionen in Millionenhöhe. Seit der Gründung vor zehn Jahren haben die Profiklub rund eine halbe Millarde Euro in 42 Leistungszentren investiert.

In Gladbach fließen jährlich geschätzt zwischen zwei und drei Millionen Euro in die Nachwuchsförderung. Die Borussia gehört zu den Klubs, die auch ein Internat führen. Im Bauch der riesigen Arena sind neun Einzelzimmer, die von Spielern ab der B-Jugend bewohnt werden, ein Aufenthaltsraum, Computerraum, Küche und ein Raum, in dem ein Billardtisch und ein Kicker zur Ablenkung vom Alltag auf dem Fußballplatz stehen.

Jeder Klub hat rund 15 Spieler im Kader, die in einem der Leistungszentren geschult wurden. 107 und damit 20, 5 Prozent aller Bundesliga-Profis sind heute sogar noch bei dem Klub, in dem sie ausgebildet wurden.

Sie wurden in DFL-Leistungszentren ausgebildet: Fabian Bäcker, Christian Dorda, Patrick Herrmann, Bernhard Janeczek, Tony Jantsche, Tobias Levels, Marc-André ter Stegen (alle Borussia Mönchengladbach, Michael Fink (VfB Stuttgart), Mike Hanke (Schalke 04), Christofer Heimeroth (Schalke), Karim Matmour (SC Freiburg), Thorben Marx (Hertha BSC), Roman Neustädter (Mainz 05), Marco Reus (Borussia Dortmund), Jens Wissing (Schalke)

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