Viersen. Klaus Fleßers wusste nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Dank eines 3:3 (2:0) bei Tura Duisburg verließ der 1. FC Viersen zwar die Abstiegsplätze. Dennoch hielt sich die Freudenoch in Grenzen. Schließlich gab seine Elf in der Schlussviertelstunde eine 3:0-Führung aus der Hand und zog nur aufgrund des besseren Torverhältnisses an der Spielvereinigung Schonnebeck vorbei.

"Ich bin glücklich, dass wir die Abstiegsplätze verlassen haben. Aber der Spielverlauf ist ärgerlich. Mit einem Sieg hätte uns am kommenden Sonntag gegen den SC West schon ein Remis gereicht. Jetzt müssen wir gewinnen", sagte der Coach.

Rund 70 Minuten lang machten die Gäste in Duisburg alles richtig. Auf links wirbelte Mounir Ben Moussa nach Belieben und vorne bewies Jan Ballis mit zwei Treffern (10., 60.) erneut seine blendende Form.

Da zwischenzeitlich auch Marjan Mustac eine Ben Moussa-Vorarbeit zum 2:0 verwertet hatte (18.), schienen die Messen frühzeitig gelesen. Fleßers wechselte in Nando di Buduo und Rene Jansen zwei frische Stürmer ein und. Hoffte auf ein viertes Tor. Doch nachdem ausgerechnet di Buduo kurz darauf bei einem Konter den völlig frei stehenden Jansen übersah, nahm das Unheil seinen Lauf.

Im Gegenzug verkürzte die Tura auf 1:3 (75.) und bekam Rückenwind. Viersen hingegen ging fortan die Luft aus. "Die Jungs waren auf einmal wie gelähmt. Ich hätte noch mindestens fünfmal auswechseln können", meinte Fleßers. Durfte er aber nicht. Weshalb die Platzherren im Schlussspurt gegen saft- und kraftlose Gäste sogar noch zum Ausgleich kamen (82., 85.).

Viersen: Gerdes - Pawolka, Backhaus, Kremer, Hansen - Kocaman, Goncalvesn, Mustac, Ben Moussa (80. Bannasch) - Ballis (70. Di Buduo), Meier (70. Jansen)

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