Der Kempener Louis Jordan Beyer und Florian Mayer sind schon zum zweiten Mal im Trainingslager der Profis von Borussia Mönchengladbach mit dabei.

Trainingsauftakt Borussia Mönchengladbach
Florian Mayer hatte sein Debüt schon in der Bundesliga.

Florian Mayer hatte sein Debüt schon in der Bundesliga.

Roland Weihrauch

Florian Mayer hatte sein Debüt schon in der Bundesliga.

Rottach-Egern. Es gibt ihn noch: Den deutschen Nachwuchs. Seit die Vereine der Bundesliga - auch Borussia Mönchengladbach - immer verstärkter ausländische Talente verpflichten, muss da ja schon etwas genauer hingeschaut werden. Bei der Borussia aber könnte in Zukunft wieder mal ein hausgemachtes Abwehr-Duo den gegnerischen Stürmern das Leben schwer machen. Louis Jordan Beyer und Florian Mayer sind mit ins Gladbacher Trainingslager gereist. "Irgendwann wollen wir zur Alternative werden", sagt Mayer.

Der 20-jährige Florian Mayer hat den ersten Schritt dazu sogar schon gemacht. Am 1. April feierte Mayer beim FSV Mainz 05 (0:0) sein Debüt in der Bundesliga. Trainer Dieter Hecking schenkte ihm für 18 Minuten sein Vertrauen. "Das Trikot habe ich behalten und meinen Eltern geschenkt", verriet der Junge aus dem Ruhrgebiet. Beyer gibt zu, in der Hinsicht ein wenig neidisch auf den Kollegen zu sein. "Klar gönne ich es Flo, aber diesen Moment möchte ich natürlich auch selbst genießen."

Möglich, dass er gar nicht mehr so weit von ihm entfernt ist. Beim Test gegen den FC Augsburg in Rottach-Egern spielte Beyer als rechter Verteidiger 90 Minuten durch und erhielt im Anschluss ein Sonderlob von Dieter Hecking. "Jordan hat mir gut gefallen", sagte der 53-Jährige. Beyer selbst blieb zurückhaltend. "Es war ein gutes Spiel der gesamten Mannschaft. Sicher hat das in der Viererkette gut geklappt, aber durch das Training mit den Profis konnte ich auch viel transportieren."

"Viele Talente ruhen sich zu früh aus"

Der 18-Jährige Louis Jordan Beyer aus Kempen ist von klein auf Mitglied der Borussia. "Dass ich jetzt sogar das Trikot dieses Vereins trage, ist ein super Gefühl." Eines, auf das er hingegen gerne verzichtet hätte, war der Kampf gegen den Abstieg aus der Junioren-Bundesliga mit der U19 in der vergangenen Saison. "Diese Erfahrung war nicht schön, aber unter Druck wächst man auch. Der Anspruch des Vereins war es, drin zu bleiben. Schön, dass dies gut ausgegangen ist", meint Beyer.

Ihrer Rolle im Kreise der Profis sind sich die beiden Youngster am Tegernsee bewusst. "Das Trainingslager hier ist eine sehr schöne Momentaufnahme, aber wir sind jung und müssen noch viel arbeiten", sagt Beyer und Innenverteidiger Mayer ergänzt: "Viele Talente ruhen sich zu früh aus. Für Vorschusslorbeeren kann man sich jedoch nichts kaufen." Als größten Unterschied zum Junioren-Fußball haben die zwei das Tempo ausgemacht. Vielleicht aber geht ihre Entwicklung ja auch rasant weiter.

 

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