Um Z wie Zoff geht es im letzten Teil der WZ-Serie und um Streit zwischen Netzer, Vogts und Bonhof.

110 jahre vfL
Berti Vogts, Günter Netzer und Rainer Bonhof (v.l.) gaben sich in der Öffentlichkeit streitlustig.

Berti Vogts, Günter Netzer und Rainer Bonhof (v.l.) gaben sich in der Öffentlichkeit streitlustig.

Berti Vogts, Günter Netzer und Rainer Bonhof (v.l.) gaben sich in der Öffentlichkeit streitlustig.

Sportvorstand Rainer Bonhof nimmt die Spieler in die Pflicht.

Archiv, Bild 1 von 3

Berti Vogts, Günter Netzer und Rainer Bonhof (v.l.) gaben sich in der Öffentlichkeit streitlustig.

Mönchengladbach. Sie haben die Meisterschale, den DFB- und Europapokal nach Mönchengladbach geholt, zusammen wurden sie Weltmeister. Und ihre Namen lassen bis heute noch viele Fans von der legendären Fohlen-Elf schwärmen. Dass sich die alten Kumpel Günter Netzer, Berti Vogts und Rainer Bonhof ausgerechnet im Jahr des 110-jährigen Bestehens des Klubs wegen ihrer alten Liebe Borussia öffentlichen streiten, hätte zuvor wohl kaum jemand für möglich gehalten.

Auslöser des Legenden-Zoffs: Der freie Fall Richtung zweite Liga und die „Initiative Borussia“, die um Kopf Norbert Kox die Strukturen beim VfL per Satzungsänderung ummodeln und Präsident Rolf Königs entmachten will.

Vogts kritisierte, Bonhof konterte, Netzer solidarisierte sich

Terrier Berti Vogts sagte via „Bild“: „Bei mir herrscht große Sorge um meinen Klub. Bisher habe ich intern auf einiges hingewiesen. Aber scheinbar wurde das nicht weitergegeben. Daher ist es Zeit für deutliche Worte. Man muss Klartext sprechen, um auf die Missstände hinzuweisen.“ Vogts prangerte unter anderem „Vetternwirtschaft“ als Hauptproblem bei der Borussia an. Zudem stellte er die Arbeit von Trainer Michael Frontzeck und Sportdirektor Max Eberl in Frage.

VfL-Vizepräsident Rainer Bonhof konterte: „Berti kann die Dinge, über die er redet, von außen gar nicht beurteilen.“

Das rief Günter Netzer auf den Plan, Vogts vor laufenden Kameras zur Seite zu stehen: „Die Borussia schmort seit vielen Jahren in ihrem eigenen Saft. Der Klub wird von einem Präsidenten geführt, der alles an sich gerissen hat und ohne den überhaupt nichts geht. Das ist viel zu viel Machtbefugnis für eine Person.“

Dann watschte Netzer den nächsten ab: „Sportliche Kompetenz war bislang kaum vorhanden. Max Eberl hat nichts vorzuweisen.“ Bonhof konterte wieder – ebenfalls live und in Farbe: „Blödsinn! Günter, du bist nicht richtig informiert. Ich glaube, dass Max Eberl hier Großartiges geleistet hat. Wir sind auf einem Weg, der sich im Moment nicht in Punkten auswirkt.“

Laut Bonhof haben sich die VfL-Legenden inzwischen längst wieder ausgesöhnt – jetzt fehlen nur noch die Punkte. AM

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