Venezolaner vergibt Elfmeter beim Schlusslicht in Berlin. Funkel weiter zuversichtlich.

Der Elfmeter: Gladbachs Arango (l.) scheitert an Drobny.
Der Elfmeter: Gladbachs Arango (l.) scheitert an Drobny.

Der Elfmeter: Gladbachs Arango (l.) scheitert an Drobny.

dpa

Der Elfmeter: Gladbachs Arango (l.) scheitert an Drobny.

Berlin. Er könne mit dem torlosen Unentschieden ganz gut leben, sagte Borussia Mönchengladbachs Cheftrainer Michael Frontzeck und blickte zufrieden in die Runde: "Das war ein 0:0 der attraktiveren Sorte."

Gladbachs Coach war froh und glücklich, dass seine Mannschaft die Hürde beim schier aussichtslos zurückliegenden Tabellenletzten Hertha BSC Berlin schadlos überstanden hatte. Frontzeck: "Zwölf Punkte Abstand zu Berlin, fünf zum Relegationsplatz. Das sind die Fakten, doch wir müssen wachsam bleiben."

Selbst die vergebene Elfmeterchance zur Führung kurz vor der Pause hatte Frontzeck die Laune nicht verderben können. "Ich habe in meiner Laufbahn auch den einen oder anderen Elfmeter versemmelt", gab der 45-Jährige grinsend preis.

Deshalb verzieh er dem Venezolaner Juan Arango großzügig, der in der 41. Minute im Olympiastadion an Hertha-Keeper Jaroslav Drobny gescheitert war und damit die größte Chance der Partie vergab. Nach dem ersten Fehlversuch gab der Südamerikaner auch beim Nachschuss eine klägliche Figur ab, als er nach Drobnys Parade nur halbherzig nachsetzte.

Hertha muss auf den erlösenden zweiten Heimsieg verzichten

"Ob wir uns von einem Rückstand noch mal erholt hätten? Ich weiß es nicht", orakelte der Berliner Coach Friedhelm Funkel später, der den Dämpfer seiner Elf nach dem fulminanten Auftaktsieg in Hannover professionell wegsteckte: "Uns muss klar sein, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen. Aber wir werden nicht locker lassen. Wir müssen vorne noch mehr Durchschlagskraft entwickeln und nächsten Samstag Bochum schlagen."

Nach dem Wechsel setzten sich die selbsternannten Aufholjäger aus der Hauptstadt immer häufiger durch, gewannen viele Zweikämpfe und erspielten sich angesichts zunehmender Gladbacher Lethargie drei, vier gute Möglichkeiten. Doch der erlösende zweite Heimsieg seit dem 1:0 gegen Hannover am 8. August vorigen Jahres wollte nicht fallen, so dass die Hertha im sportlichen Existenzkampf keinen Schritt vorangekommen ist.

Denn auch Drobnys Gegenüber Logan Bailly ist ein Meister seines Fachs, verteidigte das zu Null mit sicherem Stellungsspiel und formidablen Paraden. "Er ist wieder fast der Alte", sagte Frontzeck nach dem erst zweiten 0:0 zwischen beiden Vereinen im 53. Bundesliga-Vergleich.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer