Am Donnerstag wird der Borussia-Park pickepackevoll sein. Torhüter ter Stegen und Stürmer de Jong wieder im Training.

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Mike Hanke scheitert in dieser Szene an BVB-Keeper Weidenfeller.

Mike Hanke scheitert in dieser Szene an BVB-Keeper Weidenfeller.

DW

Mike Hanke scheitert in dieser Szene an BVB-Keeper Weidenfeller.

Mönchengladbach. Im Borussia-Park schwindet allmählich der Liga-Frust nach der peinlichen 0:5-Klatsche gegen Meister Dortmund, stattdessen ist bei Borussia Mönchengladbach bereits eine leichte Vorfreude auf das Heim-Duell am Donnerstag in der Europa-League-Gruppenphase gegen Fenerbahçe Istanbul zu spüren.

Das Stadion wird pickepackevoll sein, nur noch vereinzelte Tickets im Business-Bereich sind zu haben. Mehrere tausend türkische Anhänger, nicht nur aus Istanbul, sondern aus vielen Teilen Deutschlands, werden erwartet.

„Ich denke, es wird Ausnahmezustand herrschen. Die Fenerbahçe-Fans werden für eine irre Stimmung sorgen. Es wird richtig die Post abgehen“, sagt Tolga Cigerci. Gladbachs Mittelfeldspieler hat türkische Wurzeln, und sich inzwischen auch dazu entschieden, in Zukunft nicht mehr für den DFB, sondern für die türkische U 21-Nationalmannschaft aufzulaufen.

„Der türkische Verband hat mich angesprochen. Für mich eine Herzensangelegenheit“, so Cigerci. Mit Borussia will er allerdings unbedingt gegen Fenerbahçe gewinnen. Das sei für ihn „eine Frage der Ehre“.

VfL-Stürmer Mike Hanke hat sein smartes Lächeln nach dem Dortmund-Schock wiedergefunden. Für ihn komme die Aufgabe Istanbul zum richtigen Zeitpunkt. „Ich finde es gut, dass es sofort weitergeht, dann müssen wir weniger über die jüngsten Spiele nachdenken. Es wird ein richtig geiles Spiel – wir können zeigen, dass wir eine gute Mannschaft sind.“

Von der berechtigten Kritik nach dem vergangenen Wochenende dürfe man sich nicht dauerhaft verunsichern lassen. Vor allem nicht in der jüngst ungewohnt schwachen Defensive. „Die Kompaktheit, die uns in der vorigen Saison ausgezeichnet hat, ist nicht weg“, so Hanke.

„Sie steckt noch in uns drin. Aber wir müssen alle vier, fünf Prozent drauflegen – und konstant konzentriert sein.“ Dass plötzlich alles schlecht sein soll, könne er eh nicht nachvollziehen. Hanke: „Wir haben erst sechs Spiele gemacht. Ich kassiere lieber einmal fünf Stück als fünfmal 0:1 zu verlieren. Wir wissen alle, dass es besser geht.“

Trainer Lucien Favre kündigte an, dass es nicht, wie noch in Limassol (Zypern) „vier, fünf Änderungen“ geben wird. Torhüter Marc-André ter Stegen ist trotz einer schweren Prellung des Hüft- und Beckenknochens wieder ins Training eingestiegen. Das Gleiche gilt für Luuk de Jong (Fleischwunde am Fuß). Der Stürmer stand Dienstag auf dem Trainingsplatz, absolvierte einen Belastungstest mit Physiotherapeut Andreas Bluhm.

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