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Sportdirektor Max Eberl spricht von einer selbstbewussten Borussia. Foto: Federico Gambarini

Sportdirektor Max Eberl spricht von einer selbstbewussten Borussia. Foto: Federico Gambarini

dpa

Sportdirektor Max Eberl spricht von einer selbstbewussten Borussia. Foto: Federico Gambarini

Mönchengladbach (dpa) - Nach einer intensiven Arbeitswoche unter türkischer Sonne ist die Enttäuschung über den bevorstehenden Abschied von Torhüter Marc-André ter Stegen in den Hintergrund gerückt.

Eine Woche vor dem Klassiker gegen den FC Bayern München fiebert der Tabellendritte Borussia Mönchengladbach dem Rückrunden-Auftakt in der Fußball-Bundesliga entgegen. «Wir wollen gegen Bayern nicht nur nett aussehen», sagte Mittelfeldspieler Granit Xhaka. Dafür hat Trainer Lucien Favre sein Team zweimal täglich auf den Trainingsplatz gebeten und ausgiebig gefordert. «Wir haben gut gearbeitet. Es war sehr anstrengend», befand Nationalspieler Max Kruse.

Auch Sportdirektor Max Eberl nutzte die Chance zu einigen Trainingseinheiten. Die wichtigste Personalfrage war ohnehin schon vor der Woche an der Türkischen Riviera geklärt. Da Torhüter ter Stegen seinen 2015 auslaufenden Vertrag nicht verlängern möchte, ist der Abschied im Sommer wahrscheinlich. Deshalb muss sich die Borussia nach einer neuen Nummer 1 umschauen. «Wir hätten den Jungen lieber behalten, als das Geld für ihn. Aber das ermöglicht uns immerhin einen guten Ersatz zu finden», meinte Eberl.

Zumal für einen Transfererlös in zweistelliger Millionenhöhe mehr als nur ein neuer Torhüter verpflichtet werden könnte. Hinweise auf einen Favoriten unter den üblichen Kandidaten gibt es offiziell nicht. Als nächstes muss Eberl ohnehin die Gespräche mit seinem aktuellen Personal führen. Einige Verträge wie die von Roel Brouwers, Martin Stranzl, Juan Arango und Filip Daems laufen im Sommer aus.

Alle Spieler würden gerne bleiben, aber wohl nicht um jeden Preis. So hat der 32 Jahre alte Brouwers ein Angebot von Roda Kerkrade auf dem Tisch. Dort wäre er sicherlich ein Startelf-Kandidat, bei der Borussia eher zweite Wahl. Auch Kapitän Daems, der im Herbst 36 Jahre alt wird, müsste sich mit einer Backup-Rolle begnügen. Bei Stranzl und Arango (beide 33) wären Vertragsverlängerungen denkbar, zumal in der nächsten Saison wieder internationale Spiele anstehen könnten und dabei erfahrene Spieler durchaus wertvoll sind.

Zudem ist nicht auszuschließen, dass Mittelstürmer Luuk de Jong bis 31. Januar noch wechselt, um bei einem anderen Club Spielpraxis zu erhalten. Newcastle United zeigt wohl Interesse an einer Verpflichtung des Niederländers.

Trainer Favre hat mittlerweile wieder alle Mann an Bord. Lediglich Tony Jantschke zog sich im Testspiel gegen Hertha BSC eine schmerzhafte Jochbeinverletzung zu und muss sich ein wenig einschränken. In die Karten ließ sich der Coach bei seinem Personalpuzzle vor dem Spiel gegen die Bayern am 24. Januar nicht schauen. Die seit drei Monaten in der Liga unbesiegte Elf müsste eigentlich nicht umgebaut werden, doch der Kampf um die Stammplätze ist in vollem Gange, zumal in Alvaro Dominguez auch eine wichtige Defensivkraft zurückgekehrt ist.

Für Eberl eine gute Voraussetzung, um sich den kommenden Aufgaben zu stellen. «Die Hinrunde war nahezu perfekt. Dies zu bestätigen wird unheimlich schwer, zumal hinter uns Teams stehen, die vermeintlich höher einzuschätzen sind», sagte der Sportdirektor.

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