Interview: Thomas Flath bringt Borussias B-Junioren „auf Linie“.

Thomas Flath hatte mit Borussias U17 einen guten Start.
Thomas Flath hatte mit Borussias U17 einen guten Start.

Thomas Flath hatte mit Borussias U17 einen guten Start.

privat

Thomas Flath hatte mit Borussias U17 einen guten Start.

Mönchengladbach. Seine Vita ist beeindruckend. Thomas Flath hat als Trainer schon viel erlebt. Der Fußball-Lehrer war nicht nur bei mehreren Profiklubs angestellt. Flath half auch dem Fußball in Südafrika, Aserbaidschan oder im Nepal auf die Sprünge. Von den Erfahrungswerten des 46-Jährigen zehren seit dieser Saison die B-Junioren von Borussia Mönchengladbach. Im Interview gibt Flath Einblicke in Aktuelles und Vergangenes.

Herr Flath, haben Sie sich bei der Borussia gut eingelebt?

Thomas Flath: Ja, ich bin mit den ersten Wochen sehr zufrieden. Für meine Mannschaft und für mich war es natürlich toll, dass wir gleich zum Auftakt im Borussia-Park das Finale um den Santander Cup gegen den FC Liverpool mit 3:0 gewonnen haben. Auch in der Liga haben wir bereits zwei Siege eingefahren. Das gibt Selbstvertrauen, und es freut mich, dass meine Handschrift bereits zu erkennen ist.

Was unterscheidet die Borussia von Ihren alten Vereinen wie Fortuna Düsseldorf, Schalke 04 oder Hannover 96?

Flath: Bei aller Professionalität im Verein geht es hier auch sehr menschlich zu. Die Verantwortlichen im Klub legen sehr viel Wert auf die Persönlichkeit ihrer Mitarbeiter und auf eine gute Zusammenarbeit. Das imponiert mir sehr.

Woran machen Sie das fest?

Flath: Es gibt zum Beispiel eine interne Trainerfortbildung, die Max Eberl initiiert hat und zu der alle Trainer von Michael Frontzeck bis hinunter zum F-Jugendcoach willkommen sind. Dort wird über Fußball diskutiert, und anschließend wird noch zusammen gespielt. Das pflegt einerseits das Miteinander, hilft aber auch, alle Trainer auf eine Linie zu bringen, was letztlich auch der Ausbildung unserer Spieler förderlich ist.

Sie waren bei Ihren letzten Stationen überwiegend im Seniorenbereich tätig und trainieren nun wieder eine Jugendmannschaft. Wie groß war die Umstellung für Sie?

Flath: Der Unterschied ist gar nicht mehr so groß wie vielleicht noch vor zehn Jahren. In den Nachwuchsleistungszentren der Bundesligavereine wird professionell gearbeitet. Die Arbeit mit U17-Spielern, von denen einige ja auch Junioren-Nationalspieler sind, differenziert sich kaum noch vom Erwachsenenbereich. Nur der Umgang mit den Spielern ist ein anderer. Ich habe es mit Jugendlichen zu tun, die erst noch erwachsen werden wollen.

Inwieweit können Ihre Spieler von Ihren zahlreichen Auslandserfahrungen profitieren?

Flath: Ich habe während meiner Laufbahn schon mit unterschiedlichsten Kulturen und unterschiedlichsten Charakteren zu tun gehabt und konnte mir so einen sehr großen Erfahrungsschatz aneignen. Das hilft natürlich in der Arbeit mit einem Team, dass sich ja auch aus unterschiedlichen Charakteren verschiedenster Herkunft zusammen-setzt. Ich bin in der Lage, mich sehr gut in jeden einzelnen Spieler hineinzuversetzen und kann die Jungs dort abholen, wo sie sich gerade befinden.

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