Die WZ befragt zum Abschluss des Trainingslagers einige der mindestens 100 mitgereisten Fans.

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Petra Melzenbach war die Woche „ganz nah dran an der Mannschaft“. Sie sei von der „Sucht VfL“ ergriffen.

Petra Melzenbach war die Woche „ganz nah dran an der Mannschaft“. Sie sei von der „Sucht VfL“ ergriffen.

Dieter Wiechmann

Petra Melzenbach war die Woche „ganz nah dran an der Mannschaft“. Sie sei von der „Sucht VfL“ ergriffen.

Mönchengladbach. Nicht Nikosia, auch nicht Reykjavík, sondern diesmal Gran Canaria: Mindestens 100 Fans des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach haben Meyer, Eberl, Marin & Co. auf die Kanaren begleitet, haben ihre Idole hautnah schwitzen sehen oder das lange erhoffte Autogramm erhascht.

Die WZ hat zum Abschluss des siebentägigen Trainingslagers im Stadio Municipal von Maspalomas, rund 3.800 Flugkilometer von der Heimat entfernt, die Treuesten der Treuen nach ihren Eindrücken, Hoffnungen und Sorgen befragt. "Ich glaube, dass wir die Klasse halten können", sagt Manuel Guerra.

Der 68-Jährige aus Mönchengladbach reist regelmäßig mit dem VfL ins Trainingslager. Der gebürtige Spanier ist nicht nur Ordner im Borussia-Park, sondern auch Träger der goldenen VfL-Ehrennadel.

Der Mann mit der Pumuckl-Fahne

"Borussia ist mein Verein. Es ist schon ein tolles Erlebnis, bei solch einer Reise dabei zu sein. Das gönne ich mir einfach", sagt Guerra, dessen deutsch-spanisches Herz auch für Atletic Bilbao schlägt. "Meyer hat hier mit der Mannschaft gut gearbeitet, das Hotel, die Rahmenbedingungen waren optimal. Ich bin zuversichtlich für die Rückrunde", so Guerra weiter.

Dass die Borussia den Klassenerhalt schafft, davon ist auch Petra Melzenbach aus Boppard überzeugt, die mit einer Freundin die Woche "ganz dicht dran bei der Mannschaft" verbracht hat.

"Das ist nicht mein erstes Trainingslager, ich mache das so oft wie möglich mit", gesteht die 49-Jährige. Mann müsse diesen besonderen Zusammenhalt der Fans einmal mitgemacht haben, um zu verstehen, warum die "Sucht VfL" auch sie ergriffen habe.

So nah wie möglich an der Mannschaft war von Donnerstag bis Sonntag auch Marcus Immel. Der Wuppertaler (39), dessen omnipräsente "Pumuckl-Fahne" in der Fan-Szene ein Begriff ist, sieht den Betriebsausflug der Borussen nüchtern. "Im Prinzip ist das jedes Jahr das gleiche", behauptet er.

Ein Debüt für Elena Krüger

Man könne aus den Leistungen hier wenig auf den Verlauf der Rückrunde schließen. "Ich habe mal ein Trainingslager mitgemacht, da haben wir alles und jeden geschlagen und sind trotzdem abgestiegen", sagt Immel, der bei allem "Fan-Stress" zumindest einmal den Strand von Playa del Ingles entlang geschlendert ist.

Borussia habe eine 50:50-Chance, die Klasse zu halten. Für Dirk Pinkis (44) aus Goch war die Reise nach Gran Canaria das vierte Trainingserlebnis mit den Borussen. Auf jeden Fall noch einmal mit der Borussia verreisen will die Gladbacherin Elena Krüger, 23. Sie erlebte auf Gran Canaria ihr Debüt. Sie sei ganz spontan mit einer Freundin gen Süden gedüst und habe dies auch nicht bereut. "Das hat Lust auf mehr Borussia gemacht."

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