Der Kapitän der Vinotinto gilt als echter Anführer beim Husarenritt der Nationalmannschaft.

Copa America
Venezuela und Kapitän Juan Arango treffen im Halbfinale auf Paraguay.

Venezuela und Kapitän Juan Arango treffen im Halbfinale auf Paraguay.

Iván Franco

Venezuela und Kapitän Juan Arango treffen im Halbfinale auf Paraguay.

Mönchengladbach. Venezuela ertrinkt im Freudentaumel: „Man kann weinen, man kann lachen. Es ist ein Moment zum Glücklichsein. Für die Lebenden und für die Toten, für die Freunde und die Feine. Heute sind alle Träume Realität geworden“. Venezuelas Tageszeitung „El Universal“ feiert den historischen Einzug der venezolanischen Fußball-Nationalmannschaft in das Halbfinale der Copa America mit einem poetischen Gedicht.

 Im Zentrum der Lobeshymnen: Kapitän Juan Arango von Borussia Mönchengladbach. „Venezuelas Herz“, „ein echter Anführer“, „der Schlüssel“ lobt die venezolanische Presse die bislang starken Auftritte Arangos für die „Vinotinto“.

Venezuela hat erstmals das Halbfinale erreicht

Erstmals in der Historie des ältesten Nationenturniers der Welt hat Venezuela den Einzug in die Runde der letzten Vier geschafft. Der an Krebs erkrankte venezolanische Staatspräsident Hugo Chavez jubelt via Twitter: „Glorreiche Vinotinto! Viva Venezuela!“ Arango selbst hielt sich in der Stunde des Triumph zurück und stammelte ins Mikrofon des venezolanischen Fernsehens: „Was soll ich sagen? Wir sind alle einfach nur glücklich.“

Ein bisschen Glück hatte Venezuela dann doch: Drei Pfosten- und Lattentreffer hatte Gegner Chile beim 2:1-Sieg Venezuelas zu beklagen. Arango leistete unter anderem die Vorarbeit zu beiden venezolanischen Treffern von Oswaldo Vizcarrondo (34.) und Gabriel Cichero (80.). Mit seinen Pässen und Freistößen sorgte „Arangol“ immer wieder für Gefahr vor dem chilenischen Tor.

Für Nationaltrainer Cesar Farias, der mit Arango bereits vor seiner Zeit bei RCD Mallorca und Borussia Mönchengladbach in Europa zusammenarbeitete, muss das Fußballmärchen damit noch keineswegs zu Ende sein: „Hoffentlich können wir noch weiter Geschichte schreiben.“

In der Nacht zum Donnerstag besteht dazu Gelegenheit: Dann geht es in der argentinischen Weinmetropole Mendoza gegen Brasilien-Bezwinger Paraguay. Sollte der venezolanische Höhenflug auch dort anhalten, würde am Sonntag im Estadio Monumental in der Hauptstadt Buenos Aires das Finale gegen den Sieger aus der Begegnung Peru gegen Uruguay warten. Und von diesem Endspiel träumt nun ganz Venezuela.

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