Borussia Mönchengladbach bereitet sich am Persischen Golf unter optimalen Bedingungen auf den Rückrundenstart vor.

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Am Parcours mit intensiven Kraftübungen hielt sich der Spaß in Grenzen.

Am Parcours mit intensiven Kraftübungen hielt sich der Spaß in Grenzen.

Der Ball ist bei den Borussen auch im Training immer noch das beliebteste Arbeitsgerät.

Dieter Wiechmann, Bild 1 von 2

Am Parcours mit intensiven Kraftübungen hielt sich der Spaß in Grenzen.

Mönchengladbach/Dubai. Blauer Himmel, strahlende Sonne, 26 Grad Celsius. Dazu ein Luxus-Hotel („The Meydan“) und ein Trainingsgelände, das keine Wünsche offen lässt. Der Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat am Persischen Golf optimale Bedingungen vorgefunden.

„Alles passt“, sagt Stürmer Igor de Camargo. „Hier herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre, es macht Spaß.“ Auch Sturmkollege Luuk de Jong ist vom Emirat Dubai, das er bereits während seines Weihnachtsurlaubs kennengelernt hat, angetan. „Alles ist optimal. Und das Wetter ist natürlich besser als zu Hause.“

Cheftrainer Lucien Favre setzt auf intensive Kraftübungen

Das Ambiente stimmt, die Gladbacher Profis können sich im Trainingslager also vollends auf ihren Job konzentrieren. Und der lautet schuften und schwitzen für den Bundesliga-Rückrundenauftakt in zwölf Tagen bei 1899 Hoffenheim. Cheftrainer Lucien Favre hat unterschiedliche Schwerpunkte bei den Übungseinheiten gesetzt.

So wurde in den ersten beiden Tagen viel mit dem Ball gearbeitet, Technik-, Koordinations- und Passübungen absolviert, ebenso ziemlich intensive Kraft- und Stabilisationsübungen. Dafür ließ Favre extra einen Parcours aufbauen. „Anstrengend“, stöhnte am Sonntag Mittelfeldspieler Havard Nordtveit. „Die Kraftübungen sind natürlich nicht so beliebt – aber das gehört dazu“, ergänzte Granit Xhaka.

Mike Hanke und Martin Stranzl blieb der schweißtreibende „Parcours-Spaß“ noch erspart, die beiden waren nach ihrem schweren grippalen Infekt nur mit angezogener Handbremse dabei. Sie trainierten stattdessen überwiegend individuell mit Physiotherapeut Andreas Bluhm und nur teilweise mit der Mannschaft. Die beiden sollen allerdings bald voll ins Mannschaftstraining zurückkehren.

Nicht nur die Skyline mit ihren imposanten Wolkenkratzern hat es so ziemlich allen Borussen angetan. Bei den Scheichs in Dubai erleben die Fohlen als Botschafter der DFL so etwas wie den Traum von „Tausend und einer Nacht“. Rechtsverteidiger Tony Jantschke schwärmt. „Es ist schon beeindruckend, was hier alles gebaut worden ist. Dass hier mal Wüste war, merkt man gar nicht. Meine beiden Kumpel Marco Reus und Roman Neustädter waren ja schon einmal im Urlaub hier. Ich könnte mir vorstellen, auch privat nach Dubai zu fliegen.“ Denn allzu viel Sightseeing werden Jantschke und seine Kollegen bis zur Rückreise am Samstag nicht betreiben können. Es gilt schließlich, sportlich ein Mammut-Programm zu absolvieren. Neben intensiven Übungseinheiten hat der Borussen-Kader noch die Testspiele übermorgen gegen den Hamburger SV und am Freitag gegen Eintracht Frankfurt vor der Brust.

Dass für Sonntagnachmittag geplante Testspiel der Fohlen gegen eine lokale Auswahl ist kurzfristig abgesagt worden, stattdessen ließ Favre ein Spielchen acht gegen acht auf einem verkürzten Spielfeld austragen. Igor de Camargo zeichnete sich dabei mit einem sehenswerten Treffer per Seitfallzieher aus. Verfolgen konnten dies endlich rund 40 mitgereiste VfL-Treue. Sie standen am ersten Trainingstag noch vor verschlossenen Toren, da zunächst nur Personen, die im Besitz einer Akkreditierung waren, das Gelände betreten durften.

Die mitgereisten Fans der Borussia dürfen einmal täglich zuschauen

Nach einigen Verhandlungen erhielten die Anhänger nun grünes Licht von den Scheichs: Einmal täglich dürfen sie ihren Stars bei der Arbeit zuschauen. Am Platz wurde ihnen eine kleine Tribüne errichtet, die bis zu 100 Besucher fasst.

Zu den interessierten Beobachtern zählte ebenfalls Präsident Rolf Königs. Der Borussen-Boss war am Samstagabend in Dubai angekommen und bleibt bis Donnerstag vor Ort, Geschäftsführer Stephan Schippers soll am Dienstag eintreffen. Vizepräsident Hans Meyer ist während der gesamten Trainingswoche im Emirat.

Nach dem  Morgentraining hat Favre eine Ruhepause vorgesehen, sodass sich dem kompletten Borussen-Tross die Gelegenheit bietet, für wenige Stunden die faszinierende Wüsten-Metropole Dubai zu erkunden.

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