Wolfgang Kleff spricht über das Bayern-Spiel und ter Stegen.

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Gladbachs Torhüterlegende Wolfgang Kleff (links) und sein „Nachfolger“ Marc-André ter Stegen, dem Spieler der Hinrunde bei den Fans.

Gladbachs Torhüterlegende Wolfgang Kleff (links) und sein „Nachfolger“ Marc-André ter Stegen, dem Spieler der Hinrunde bei den Fans.

D. Wiechmann

Gladbachs Torhüterlegende Wolfgang Kleff (links) und sein „Nachfolger“ Marc-André ter Stegen, dem Spieler der Hinrunde bei den Fans.

Mönchengladbach. Die Titel-Sammlung von Borussias Torwart-Legende Wolfgang „Otto“ Kleff ist beeindruckend. Vier Meistertitel sowie den Gewinn des DFB- und Uefa-Pokals hat er während seiner Karriere bei den Fohlen feiern können.

Kleff hat 321 Spiele für den VfL Borussia auf dem Buckel, erlebte in den 70er Jahren eine Reihe packender Duelle mit dem FC Bayern.

Und auch am Freitagabend (20.30 Uhr), beim Rückrunden-Auftakt gegen den Rekordmeister aus München, ist der 65-Jährige wieder dabei. Als Fan und aufmerksamer Beobachter auf der Tribüne des Borussia-Parks.

Ganz besonders dabei im Fokus steht bei ihm natürlich Marc-André ter Stegen. Der aktuelle Torhüter der Borussia ist gestern von den Fans zum Spieler der Hinrunde gewählt worden – noch vor Marco Reus.

WZ: Freuen Sie sich schon auf die Bayern?

Kleff: Ja, das wird ein packendes Spiel. Ich bin Stadion und drücke unseren Jungs die Daumen. Ich gehe wieder sehr gerne in den Borussia-Park, es macht Spaß, unserer Mannschaft zuzusehen.“

Ihr Tipp?

Kleff: Natürlich hoffe ich auf einen Sieg, aber Dante ist nicht dabei. Ein toller Typ, auch privat. Sein Ausfall gerade gegen die Bayern wiegt schwer. Deshalb tippe ich auf ein 1:1.

Was zeichnet die Bayern aus?

Kleff: Sie sind 22-facher deutscher Meister, das sagt doch alles aus. Das ist eine europäische Spitzenmannschaft, die in der Bundesliga spielt.

Können Sie sich noch an die Spiele gegen Bayern erinnern?

Kleff: Ja, klar. Vielleicht haben wir den besseren Fußball gespielt, aber Bayern war erfolgreicher. Und gegen Erfolg kannst du nichts sagen - ganz einfach. Die waren abgeklärt, wir waren mehr die Heißsporne.“

Wie erklären Sie sich den aktuellen Borussia-Boom?

Kleff: Dieser Mannschaft verzeiht man auch mal, wenn sie verliert. Das haben sie sich erarbeitet, die Akzeptanz beim Publikum ist da. Die Spieler haben Respekt vor dem Trainer, sie glauben ihm, was er sagt. Und der Erfolg gibt dem Trainer Recht.

Mit Marc-André ter Stegen steht wieder ein Ausnahme-Torhüter im Borussen-Tor.

Kleff: Der Junge gefällt mir. Er ist klar im Kopf, hat seinen eigenen Stil. Er gibt Rückhalt. Solche Typen sind wichtig.

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