Die Borussia spielt am Sonntag in der kleinsten Arena der Liga. Mainz ist zu Hause ungeschlagen.

Borussia schont den gerade erst vom Afrika-Cup zurückgekehrten algerischen Nationalspieler Karim Matmour (l.) in Mainz.
Borussia schont den gerade erst vom Afrika-Cup zurückgekehrten algerischen Nationalspieler Karim Matmour (l.) in Mainz.

Borussia schont den gerade erst vom Afrika-Cup zurückgekehrten algerischen Nationalspieler Karim Matmour (l.) in Mainz.

Borussia schont den gerade erst vom Afrika-Cup zurückgekehrten algerischen Nationalspieler Karim Matmour (l.) in Mainz.

Mönchengladbach. Das Stadion am Mainzer Bruchweg ist klein, eng und längst in die Jahre gekommen. Der Bau aus der Vorkriegszeit wurde zwar mehrfach umgebaut, hat aber nichts mit den komfortablen Arenen der Neuzeit gemein und taugt auch nicht fürs große Geldverdienen. Dennoch besitzt das kleinste Stadion der Fußball-Bundesliga (20300 Zuschauer) aufgrund seiner beeindruckenden Atmosphäre Kult-Status, bei jedem Heimspiel treiben die treuen Mainzer Anhänger ihren FSV unentwegt an.

Sicherlich auch ein Grund, warum Aufsteiger Mainz 05 in dieser Spielzeit noch keine Partie auf eigenem Platz verloren hat. "Da ist es aber auch nicht lauter als in Gladbach", sagt Trainer Michael Frontzeck, der mit Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr) die Festung "Bruchwegstadion" gerne einnehmen würde.

Frontzeck warnt vor der Organisation und dem Kampfgeist der Mainzer

Natürlich sei Mainz zu Hause eine Macht, ohne Wenn und Aber, so Frontzeck, was vor allem daran läge, "dass sie aus ihren Möglichkeiten nahezu das Perfekte machen". So perfekt, dass unter anderem der FC Bayern München und Hoffenheim die Punkte in Mainz liegen lassen mussten. "Der FSV ist auf dem Platz gut organisiert, kämpft in diesem engen Stadion, angefeuert von den tollen Fans, um jeden Meter.

Vielleicht hat das der eine oder andere Gegner unterschätzt", sagt Frontzeck und ergänzt: "Unsere Spieler haben eine sehr intensive und gute Trainingswoche hinter sich. Wir wissen, was auf uns zukommt." Findet die Borussia eine Mischung zwischen der Offensivleistung aus dem Bremen-Spiel und der Defensivleistung in Berlin, ist die Zuversicht des VfL-Trainers durchaus nachvollziehbar - auch wenn die Borussen in den vergangenen Jahren am Bruchweg immer den Kürzeren gezogen haben (0:3, 0:3, 1:4).

Für Rückkehrer Karim Matmour kommt die Partie offenbar noch zu früh, denn obwohl der algerische Stürmer den Afrika-Cup ohne Verletzungen überstanden hat, zählt er nicht zum 18er-Kader. "Er wirkt ein wenig ausgemergelt und hat an Substanz verloren. Karim braucht eine Pause", so Frontzeck, der wohl auf dieselbe Startformation setzen wird wie am vorigen Spieltag beim 4:3-Erfolg über Werder Bremen. Allerdings stehe hinter Raul Bobadilla, der gegen Bremen als Vollstrecker und Vorbereiter glänzte, wegen muskulärer Probleme noch "ein kleines Fragezeichen".

Wenn die Borussia am Sonntag in Mainz aufläuft, dann kommt es auch zum Wiedersehen mit Eugen Polanski. Der 23-Jährige, der vor seinem Wechsel zum FC Getafe nach Spanien im Sommer 2008, 15 Jahre lang die Raute auf der Brust trug, spielt seit dieser Saison für den FSV. Sein Gastspiel in der Primera Division (28 Pflichtspiele für Getafe) hatte er aus persönlichen Gründen nach einem Jahr beendet. In den vergangenen beiden Partien spielte Polanski für Mainz jeweils 90 Minuten. Und gegen seinen Ex-Klub dürfte er besonders motiviert sein.

Vom geringen Drei-Punkte-Abstand zu Tabellenrang sechs will sich Frontzeck - anders als beim rheinischen Rivalen in Köln - nicht verleiten lassen, neue Saisonziele auszugeben: "Warum sollte ich das tun? Noch vor einer Woche hieß es, dass wir wieder zittern müssen, wenn wir gegen Bremen verlieren. Die Woche darauf spielen wir auf einmal um die internationalen Plätze - für so etwas bin ich der falsche Ansprechpartner."

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