Von Moskau an den Niederrhein: Der Österreicher will wieder für die richtige Balance in Gladbachs Abwehr sorgen.

Martin Stranzl Borussi Mönchengladbach Spartak Moskau
Martin Stranzl kam für eine Million Euro Ablöse von Spartak Moskau.

Martin Stranzl kam für eine Million Euro Ablöse von Spartak Moskau.

dpa

Martin Stranzl kam für eine Million Euro Ablöse von Spartak Moskau.

La Cala de Mijas. Die Mission Klassenerhalt hat begonnen. Seit Sonntag bereitet sich Borussia Mönchengladbach an der Costa del Sol auf den Rückrundenstart am 15. Januar in der Fußball-Bundesliga vor.

Vor allem von Zugang Martin Stranzl (30) – der österreichische Abwehrspieler kam für eine Million Euro Ablöse von Spartak Moskau – verspricht sich die Borussia einiges.

Sie sind vom einem Champions-League-Klub zum Tabellenletzten der Bundesliga gewechselt. Warum tun Sie sich das an?

Martin Stranzl: Weil mich diese Herausforderung reizt, ich will mit 30 Jahren noch einmal etwas bewegen. Borussia ist ein Traditionsverein, hat unglaubliche Fans. Da kommen trotz der aktuellen Situation immer noch 45 000 Zuschauer zu den Heimspielen. Das sagt doch einiges.

Hat es Ihnen bei Spartak Moskau nicht mehr gefallen. Sie sollen dort ja auch richtig gut verdient haben?

16. Juni 1980

140 Bundesligaspiele für den TSV 1860 München (1998 - 2004) und VfB Stuttgart (2004 - 2006); dreimal russischer Vize-Meister mit Spartak Moskau (2006 - 2010); 56 Länderspiele für Österreich.

Verheiratet, zwei Kinder (Elias und Hannah).

Stranzl: Doch, Moskau war eine tolle Erfahrung. Ich hatte dort eine schöne Zeit, war Leistungsträger, wir haben Europapokal gespielt, sind dreimal Vizemeister geworden.

„Ich bin überzeugt, dass Borussia die Klasse noch halten kann.“

Martin Stranzl

Ihr erster Eindruck von Borussia?

Stranzl: Die ganze Infrastruktur ist schon beeindruckend. Das Trainingsgelände, das Stadion – alles top. Es hat gleich gepasst.

Wo kann man Sie denn in ihrer Freizeit erwischen?

Stranzl: Zu Hause bei meiner Familie. Oder im Kino – ich liebe Popcorn. Entspannen kann ich bei guter Musik, zudem fahre ich sehr gerne Snowboard.

Ihr Vertrag gilt auch für die zweite Liga. Was machen Sie, wenn Borussia absteigt?

Stranzl: Damit beschäftige ich mich gar nicht. Das ist gar kein Thema. Ich bin davon überzeugt, dass Borussia die Klasse noch halten kann. Sonst wäre ich auch nicht gewechselt.

Aber Gladbach ist abgeschlagen Letzter.

Stranzl: Sie haben jedoch eine Menge Tore geschossen und Chancen herausgespielt. Was das anbelangt, gehört Borussia zum oberen Drittel der Bundesliga. Das Problem sind die vielen Gegentore. Ich will helfen, das zu korrigieren und dass wir die richtige Balance finden.

Sie sind aus der Nationalelf Österreichs zurückgetreten. Warum?

Stranzl: Mir haben einige Dinge nicht gepasst, da ging es nicht immer ehrlich zu. Sowohl vom Trainer aus als auch vom Verband.

Die Fifa hat für 2018 die WM nach Russland vergeben. Eine gute Entscheidung?

Stranzl: Ja, absolut. Das ist eine Riesensache für das ganze Land. Die Infrastruktur wird davon sehr profitieren. Das kann eine richtig gute WM werden.

Was zeichnet den russischen Fußball aus?

Stranzl: Er ist technisch sehr versiert, das Spiel ist unheimlich schnell.

Borussia kann also von Ihren Erfahrungen profitieren?

Stranzl: Ich hoffe. Ich bin ein zielstrebiger, kompromissloser Innenverteidiger. Ich denke, ich habe schon gezeigt, was meine Qualitäten sind.

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