Doch für Borussias Sportdirektor Max Eberl ist der Klassenerhalt noch nicht perfekt: „Rechnerisch ist noch zu viel möglich.“

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Freut sich über drei wichtige Punkte in Cottbus: Borussias Sportdirektor Max Eberl

Freut sich über drei wichtige Punkte in Cottbus: Borussias Sportdirektor Max Eberl

Dieter Wiechmann

Freut sich über drei wichtige Punkte in Cottbus: Borussias Sportdirektor Max Eberl

Mönchengladbach. Max Eberl freute sichüber den wichtigen 1:0-Sieg der Mönchengladbacher bei Energie Cottbus. Doch der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten war auch einer der wenigen, die im Überschwang der Gefühle nicht den Blick für die Realität verloren haben. Nach dem Gastspiel in der Lausitz stand der 35-Jährige der WZ Rede und Antwort.

Herr Eberl, war das der Klassenerhalt?

Eberl: Nein, denn dazu ist rechnerisch noch zu viel möglich. Es war ein großer Schritt, aber jubeln werden wir erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist.

Aber der Konkurrenz dürften ihre beiden Erfolge binnen vier Tagen doch einen Schock versetzt haben, oder?

Eberl: Sicherlich, das waren zwei Siege zur richtigen Zeitt. Und die tun deshalb natürlich auch besonders gut.

Tomas Galasek, der wegen muskulärer Beschwerden im Rückenbereich in Cottbus nicht auflaufen konnte, ist auch beim Spiel am Samstag in Düsseldorf gegen Leverkusen fraglich.

Der VfL hat es zuerst mit Bayer Leverkusen zu tun, dann kommt der BVB in den Borussia-Park. Falls Bielefeld (in Dortmund) und Cottbus (in Stuttgart) am Samstag verlieren, reicht der Borussia ein Remis gegen Bayer zur Rettung.

Geboren: 21. September 1973
Vereine: Bayern München, VfL Bochum, Greuther Fürth, Borussia Mönchengladbach
Aufgaben bei Borussia: Nachwuchskoordinator ab 2005, Sportdirektor ab 19. Oktober 2008

Zumal Cottbus in Stuttgart und Bielefeld in Dortmund am Wochenende vor schweren Auswärtsaufgaben stehen...

Eberl: Es ist sicher ein Plus für uns, dass es für Stuttgart und Dortmund noch um etwas geht.

Was war für Sie heute besonders beeindruckend?

Eberl: Dass wir bis zum Schluss versucht haben, zu gewinnen. Und dass wir nach dem Tor die Ruhe behalten haben. Cottbus kam ja gar nicht mehr in die Nähe unseres Strafraums. Da war zu sehen, dass der Sieg gegen Schalke das Selbstvertrauen hat wachsen lassen.

Hatten Sie Angst, weil Tomas Galasek kurzfristig ausfiel?

Eberl: Wenn einer wie er passen muss, ist das wirklich nicht schön. Aber wir sind eine Mannschaft und da springt dann eben ein anderer ein.

Gesprungen ist auch Dante. Nämlich zum Kopfball, der den Sieg bedeutete. Was sagen Sie zu ihm?

Eberl: Er findet nach seiner Verletzung langsam zu alter Fitness und kommt dadurch in die Form, die wir von ihm kennen und weswegen wir ihn verpflichtet haben. Er ist für uns ein ganz wichtiger Transfer gewesen.

Am Samstag geht es nun in Düsseldorf gegen Leverkusen. Das Stadion ist noch nicht ganz ausverkauft...

Eberl: Ich glaube, dass sich unsere Fans jetzt ganz schnell mit den letzten Karten eindecken werden, damit wir dort ein Heimspiel haben. Und dann wollen wir es packen.

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