Der 25-Jährige glänzt beim 1:1-Remis gegen Wolfsburg als linker Verteidiger.

Die Pokalsieger von 1960 wurden vor dem Spiel gefeiert: Gerd Schommen, Friedhelm Frontzeck, Uli Kohn, Hans Göbbels, Ernst Weber, Friedel Dresbach, Heinz de Lange, Helmut Fendel und Günter Jansen.
Die Pokalsieger von 1960 wurden vor dem Spiel gefeiert: Gerd Schommen, Friedhelm Frontzeck, Uli Kohn, Hans Göbbels, Ernst Weber, Friedel Dresbach, Heinz de Lange, Helmut Fendel und Günter Jansen.

Die Pokalsieger von 1960 wurden vor dem Spiel gefeiert: Gerd Schommen, Friedhelm Frontzeck, Uli Kohn, Hans Göbbels, Ernst Weber, Friedel Dresbach, Heinz de Lange, Helmut Fendel und Günter Jansen.

DW

Die Pokalsieger von 1960 wurden vor dem Spiel gefeiert: Gerd Schommen, Friedhelm Frontzeck, Uli Kohn, Hans Göbbels, Ernst Weber, Friedel Dresbach, Heinz de Lange, Helmut Fendel und Günter Jansen.

Mönchengladbach. Starallüren sind Sebastian Schachten fremd. In der Öffentlichkeit tritt der 25 Jahre alte Außenverteidiger des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach eher zurückhaltend auf, wirkt höflich und geduldig, wenn gleich nach dem Duschen zahlreiche Autogrammjäger auf ihn zustürmen.

Fußballlehrer reden in solchen Fällen gerne von Spielern, die "klar im Kopf" sind und sich nicht von den Vorzügen des Profi-Daseins die Sinne benebeln lassen.

Schachten glänzt bei seinem Startelf-Debüt in der Viererkette

Weshalb Borussias Cheftrainer Michael Frontzeck nach dem 1:1 gegen das Starensemble aus Wolfsburg seinem Schützling auch bedenkenlos ein Sonderlob erteilen konnte: "Die Leistung von Sebastian in der neuen Viererkette war sehr erfreulich, er hat sich sehr gut eingefunden, ein großes Kompliment an ihn."

In der Tat lieferte Schachten bei seinem Startelf-Debüt eine starke Vorstellung als linker Verteidiger ab, spielte auch nach vorne frech und frei auf. "Ich freue mich natürlich sehr, dass es so gelaufen ist", gesteht Schachten, "die ganze Mannschaft hat sehr gut gearbeitet. Da ist es für mich auch einfacher gewesen, in so ein Spiel reinzukommen, als wenn das zum Beispiel beim 0:7 in Stuttgart der Fall gewesen wäre."

Schnell, zweikampfstark, beidfüßig, messerscharfe Flanken - schnell kommt da die Frage auf, warum Schachten erst jetzt im Borussia-Park in den Fokus geraten ist. Schließlich steht er bereits seit 2007 beim Altmeister vom Niederrhein unter Vertrag. "Ich war immer wieder verletzt. Das war ja der Dauerzustand. Ich habe mehr alleine trainiert als mit der Mannschaft", sagt Schachten.

Folge: Er geriet aufs Abstellgleis, wurde schließlich 2009 an Zweitligist Paderborn ausgeliehen, schaffte dort dann den Sprung zum Stammspieler (30 Einsätze/1 Tor). "Der Wechsel war genau richtig, ich konnte viel Spielpraxis sammeln." Das blieb auch den Machern bei Borussia nicht verborgen, die ihn prompt im Sommer zurückholten.

Sportdirektor Max Eberl: "Er ist kein Nobody. Sebastian hat sich einen gewissen Stellenwert erarbeitet." Und hat nun bei den Fohlen den Durchbruch als Profi geschafft, genießt auch bei den Kollegen Anerkennung. "Schachter hat sich im Training angeboten, jeder weiß, dass er eine gewisse Qualität hat. Er hat das gegen Wolfsburg gezeigt, er ist ruhig aufgetreten, hat ein sehr gutes Spiel gemacht", sagt Tobias Levels.

Worte, die Schachten helfen, befreit an die kommenden Aufgaben heranzugehen: "Ich bin dankbar, dass der Verein mir so lange das Vertrauen geschenkt hat. Der Normalfall ist das nicht, wenn man so lange verletzt war." Übrigens: Schachtens Zucker-Seite ist eigentlich die rechte Außenbahn.

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