Verteidiger erleidet eine Knieverletzung. Die Pechsträhne der Borussia hält an.

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Roel Browers hat sich wieder verletzt und musste am Dienstag bereits operiert werden.

Roel Browers hat sich wieder verletzt und musste am Dienstag bereits operiert werden.

Dieter Wiechmann

Roel Browers hat sich wieder verletzt und musste am Dienstag bereits operiert werden.

Mönchengladbach. Das Duell am Samstag mit dem 1. FC Nürnberg ist für Borussia Mönchengladbach nicht nur der Auftakt zur Rückrunde in der Fußball-Bundesliga. Mit der Partie startet für die Elf von Trainer Michael Frontzeck das überaus heikle Projekt Klassenerhalt. Liga-Schlusslicht Gladbach muss alleine fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und satte sieben Zähler auf Platz 15 aufholen.

Fast schon eine „Mission Impossible“, zumal am Dienstag bekannt wurde, dass in Roel Brouwers erneut ein wichtiger Innenverteidiger lange ausfallen wird. Der Niederländer hatte sich im Training eine Verletzung am linken Knie zugezogen und ist bereits in der Kölner Mediapark-Klinik am Meniskus operiert worden. Besonders bitter: Nach einer Knöchelverletzung hatte sich Brouwers im Trainingslager an der Costa del Sol gerade erst zurück in die Mannschaft gekämpft.

Da Abwehrchef Dante nach seinem Innenbandriss im Knie zwar Fortschritte macht, aber an einen Einsatz noch nicht zu denken ist, hat Borussia in Nürnberg also erneut große Verletzungssorgen in der Defensive. Bereits in der Hinrunde hatte das Fehlen von Dante und Brouwers dazu geführt, dass sich der VfL mit 47 Gegentoren in 17 Spielen als „Schießbude der Liga“ verspotten lassen musste.

Trainer Frontzeck muss sich wieder Gedanken über die Abwehr machen

Dabei hatte Frontzeck, der seine Profis am Mittwoch (10 Uhr) und am Donnerstag (16 Uhr) beim nicht-öffentlichen Training im Borussia-Park intensiv auf Nürnberg einschwören will, noch „auf einen guten Start und möglichst drei Punkte“ gehofft. Nun muss er sich Gedanken machen, wer neben Wintereinkauf Martin Stranzl in die Innenverteidigung rückt.

Als Kandidaten gelten neben Zugang Havard Nordtveit noch Bamba Anderson oder Kapitän Filip Daems. Wie wichtig ein „Dreier“ gleich zum Auftakt ist, zeigt das weitere Programm der Borussen: Nach Nürnberg warten in Leverkusen (H), Frankfurt (A), Stuttgart (H), St. Pauli (A) und Schalke (H) eine Reihe unangenehmer Aufgaben.

Sollte stimmen, was spanische Medien seit Tagen melden, dass nämlich ein Wechsel von Juan Arango (FC Sevilla) und Raul Bobadilla (Real Saragossa) in die „Primera Divisón“ bevorsteht, könnte Borussia kurzfristig noch an frisches Geld für weitere Verstärkungen kommen. So soll Sevilla bereit sein, für einen sofortigen Wechsel von Arango eine Millionen-Ablöse zu zahlen.

Im Fall von Problem-Profi Bobadilla strebt Saragossa angeblich ein Ausleihgeschäft mit Kaufoption an. „Mein Berater hat mit mir gesprochen, aber die Einigungsmöglichkeit liegt nur bei den Vereinen. Im Moment spiele ich für Borussia“, sagte Arango der spanischen Zeitung „AS“. Bei Bobadilla hatte Sportdirektor Max Eberl schon vor Wochen betont, man sei nach allen Seiten offen.

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