Borussia: Der Ball rollt wieder. Das sagen Fans und Fußball-Interessierte zum ersten Spiel und zum „Hammerlos“ gegen Leverkusen.

Mönchengladbach. Der Ball rollt wieder im Borussia-Park, der VfL ist mit einem 1:1 gegen Nürnberg in die Saison gestartet. Stunden nach dem Abpfiff stand dann am späten Abend auch fest, dass die Gladbacher in der zweiten Runde des DFB-Pokals (26./27. Oktober) zu Hause auf Bayer Leverkusen treffen.

Die WZ hat am Sonntag rund ums Stadion nachgefragt, wie Fans und andere Fußball-Interessierte den Auftakt der Fohlen und das Pokal-Los einordnen. "Ich habe mir, ehrlich gesagt, mehr erhofft als das 1:1", sagt Beate Bierwirth-Klaus, die mit Neffe Julian und Hündin "Lucy" unterwegs war. "Ich denke, die werden noch einiges leisten in dieser Saison und in der Tabelle weiter oben mitspielen. Im Pokal gegen Leverkusen - das ist natürlich sehr schwer. Aber Borussia kommt weiter."

Was den Pokal-Kracher gegen Bayer anbelangt, ist auch Thomas Klee aus Geilenkirchen optimistisch. "Da ist alles möglich, Borussia hat ein Heimspiel", sagt der 47-Jährige und ergänzt: "Zum Saisonstart kann ich mit einem Remis leben. Zum Auftakt ist es immer wichtig, nicht zu verlieren. Da sollte man auch noch nicht allzu viel erwarten."

VfL-Getreuer spricht von einem guten Mittelplatz

Jo Malangu (50; Viersen) traut den Fohlen einen Platz unter den ersten fünf in der Bundesliga zu, ist auch von einem Pokaltriumph gegen Bayer überzeugt, bewertet den Start aber kritisch: "Die haben zu viele Fehler gemacht, im Mittelfeld lief wenig, Arango hat zu wenig gegeben. Zum Glück hat Idrissou noch das Tor gemacht."

Steffen Noack (40) aus Staßfurt findet, beide Teams hätten sich wie Abstiegskandidaten präsentiert. "Nürnberg spielt auf jeden Fall gegen den Abstieg - Gladbach aber auch. Im Pokal traue ich ihnen allerdings eine Überraschung zu."

Seit den 70er Jahren ist Peter Kraemer aus Koblenz (55) ein VfL-Treuer: "Ich traue Borussia einen guten Mittelplatz zu. Für das Pokalduell gegen Leverkusen bin ich skeptisch, das ist ein Hammer-Los." Der Viersener Michael Holtschoppen (47) hat am Samstag "erschreckend schwache Borussen" gesehen. Daher müsse man mit dem 1:1 zufrieden sein. Aber der Pokal habe seine eigenen Gesetze. "Da traue ich Borussia was zu."

Ein Déjà-vu-Erlebnis hatte zum Saisonstart Kunibert Bauer aus Giesenkirchen. "Das Spiel hat mich an die Vorsaison erinnert, das war nicht das Gelbe vom Ei. Das Pokal-Los ist finanziell sehr attraktiv, aber sportlich gesehen ein ziemlicher Brocken. Ich erinnere mich aber gerne an das Halbfinale gegen Bayer mit Uwe Kamps als Elfmeterheld. Und Jean Cleber (43) aus dem niederländischen Sittard meint: "Ich kann mit dem 1:1 leben, im Pokal wird es schwer, dennoch kommt Borussia weiter."

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