Patrick Herrmann will seinen Höhenflug mit der Borussia in Kaiserslautern fortsetzen. Marco Reus kann wohl spielen.

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Patrick Herrmann hat auf dem Betzenberg sein erstes Bundesligaspiel gesehen. Am Samstag will er dort mit der Borussia drei Punkte einfahren.

Patrick Herrmann hat auf dem Betzenberg sein erstes Bundesligaspiel gesehen. Am Samstag will er dort mit der Borussia drei Punkte einfahren.

dpa

Patrick Herrmann hat auf dem Betzenberg sein erstes Bundesligaspiel gesehen. Am Samstag will er dort mit der Borussia drei Punkte einfahren.

Mönchengladbach. „Trainer, es geht. Ich denke, ich kann spielen.“ Nach dem Abschluss-Training gab Nationalspieler Marco Reus grünes Licht. Das Zwicken im Adduktoren-Bereich ist weg. Lucien Favre kann wahrscheinlich mit dem 22-Jährigen für das Duell von Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Kaiserslautern planen. „Ich fühle mich gut und habe keine Schmerzen mehr“, sagt Offensiv-Juwel Reus (13 Treffer/sieben Vorlagen), ehe sich der VfL-Tross auf den Weg in die Pfalz machte.

In Bestbesetzung können die Fohlen dennoch nicht in Kaiserlautern auflaufen: Reus‘ Sturmpartner Mike Hanke musste das Abschlusstraining vorzeitig abbrechen, ein grippaler Infekt macht Hanke immer noch zu schaffen. Auch Innenverteidiger Martin Stranzl (Kapselriss im Sprunggelenk) und Mittelfeld-Routinier Thorben Marx (Innenbanddehnung) fallen aus. Coach Lucien Favre hat 19 Spieler in den Kader berufen, um gegebenenfalls noch auf einen kurzfristigen Ausfall von Reus reagieren zu können. „Es wird so oder so eine ganz schwere Aufgabe für uns. Gegen Kaiserslautern haben viele Teams Probleme. Es sind immer sehr enge Duelle“, so Favre.

Herrmann hat eine ganz besondere Beziehung zu den „Roten Teufeln“

Seit 16 Jahren wartet die Elf vom Niederrhein auf einen Triumph bei den „Roten Teufeln“, zu denen ein Borusse eine ganze besondere Beziehung hat: Wirbelwind und Flügelflitzer Patrick Herrmann. „Ich habe auf dem Betzenberg mein erstes Bundesligaspiel gesehen“, verrät der 21-Jährige. „Ich kann mich noch genau daran erinnern. Gegen Bremen war ich zum ersten Mal da – und Miroslav Klose macht das entscheidende Tor zum 1:0.“

Das war Ende April 2003. Herrmann, damals gerade einmal 12 Jahre alt, pilgerte mit mehreren Kumpels zum Betzenberg. „Bei uns gab es viele FCK-Fans, Kaiserslautern ist nicht so weit weg“, so Patrick, der im rund 75 Kilometer entfernten Uchtelfangen aufgewachsen ist. „Viele Freunde von mir sind FCK-Fans, haben eine Dauerkarte – und sind gegen uns natürlich auch im Stadion. Ebenso meine Familie.“

Rücksicht auf die alte Liebe Lautern will Herrmann (fünf Tore/acht Vorlagen), der seit Wochen stark aufspielt, nicht nehmen. „Wir wollen oben dranbleiben – und natürlich was holen“, sagt Herrmann. Er warnt aber auch: „Der Betzenberg ist ein Hexenkessel mit einer tollen Atmosphäre. Das kann ziemlich unangenehm werden.“ Zumal die Gladbacher noch nicht das Gastspiel aus der Vorsaison vergessen haben dürften. Da hatte der FCK – wie nun auch - ebenfalls eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gewonnen. Am Ende feierten die Betze-Buben einen erlösenden 3:0-Sieg.

Der 1. FC Kaiserslautern ist gegen die Borussia seit acht Heimspielen ungeschlagen und feierte dabei sieben Siege. Keine Mannschaft hat in dieser Saison so wenige Heimtore (7) geschossen wie die Pfälzer, Borussia kassierte auswärts die wenigsten Gegentore (5). In der Bundesliga wartet kein anderes Team so lange auf einen Sieg wie der FCK (elf Spiele; sieben Remis und vier Niederlagen).

Borussia hat die Marke von 50 000 Mitgliedern geknackt. Das 50 000. Mitglied heißt Norbert Fell aus Erkelenz. Der 30-Jährige ist seit seiner Kindheit Fan der Fohlen – und natürlich Dauerkarteninhaber. Er wird vor dem kommenden Heimspiel gegen den Hamburger SV auf dem Rasen des Borussia-Parks geehrt und bekommt ein Trikot mit der Rückennummer 50 000 überreicht.

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