Trainer und Spieler verarbeiten die 0:3-Pleite in Bremen. Am Freitag kommt Aufsteiger Mainz.

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Auch Thorben Marx (l.) konnte gegen die Bremer um Ex-Gladbacher Marko Marin (r.) keine Akzente setzen.

Auch Thorben Marx (l.) konnte gegen die Bremer um Ex-Gladbacher Marko Marin (r.) keine Akzente setzen.

DW

Auch Thorben Marx (l.) konnte gegen die Bremer um Ex-Gladbacher Marko Marin (r.) keine Akzente setzen.

Mönchengladbach. Niederlagen schmecken nie gut, auch dann nicht, wenn sie verdient und nicht gerade überraschend einen Fußballer treffen. So hat auch niemanden beim VfL Borussia die 0:3-Lektion bei Werder Bremen verzweifeln lassen, schließlich sind die "Fohlen" seit nunmehr 22 Jahren an der Weser sieglos.

Und doch waren die Spieler von Trainer Michael Frontzeck sichtlich angefressen nach der ersten Saisonpleite. "Es ist keine Schande in Bremen zu verlieren, aber das 0:3 ist ein bisschen zu hoch", brachte Roel Brouwers die Gefühlslage seiner Profi-Kollegen auf den Punkt.

Zu hoch wohl deshalb, weil die Borussen nach dem gelungenen Saisonstart insgeheim gehofft hatten, gegen Werder ein Duell auf Augenhöhe kreieren zu können. Das gelang nur die ersten 20 Minuten, doch nach Pizarros erstem Streich erlitt der VfL einen Rückfall in überwunden geglaubte Zeiten.

Über ein 0:5 oder 0:6 hätte sich kein Gladbacher beschweren können. "Das war kein gutes Spiel von uns. Hinten und vorne nicht. So kann man kein Spiel gewinnen", stellte Neuzugang Thorben Marx fest.

Mönchengladbach kann Ausfälle der Stammkräfte nicht kompensieren

Borussia ohne Mumm, ohne Dampf, ohne Linie, ohne Spielwitz - das wollen weder Trainer noch Sportdirektor sehen. Allerdings darf man von den Neuzugängen Arango und Bobadilla nicht jedes Spiel Wunderdinge erwarten, und die Ausfälle von Dante, Daems, Bailly oder Friend sind halt nicht immer zu kompensieren.

Gal Alberman zeigte bei der U23 (3:4 gegen Mainz II) am vergangenen Freitag eine gute Vorstellung, Dante hat seine Rotsperre abgesessen und ist zuversichtlich , gegen den FSV Mainz in der Startelf zu stehen.

Erwischen dann auch noch Spieler wie Bradley oder Meeuwis einen schlechten Tag, ist solch ein Auftritt wie der in Bremen nicht allzu verwunderlich. "Wir haben eine Menge Arbeit vor uns, das wissen wir," sagte Frontzeck, der gestern Morgen mit der Mannschaft das Bremen-Spiel noch einmal aufarbeitete. Vor allem in Ballbesitz sei seine Mannschaft diesmal nicht gut gewesen, das habe sie in den vergangenen Spielen viel besser gemacht, lautete eine von Frontzecks Erkenntnissen.

Doch allzu lange wolle er sich mit dieser Niederlage nicht mehr aufhalten. "Es ist mir nicht so unrecht, dass am Freitag schon die nächste schwere Partie gegen Mainz ansteht", so der 45-Jährige. Auch Brouwers hatte am Montag schon den nächsten Gegner im Visier: "Gegen die Mainzer müssen wir zu Hause eigentlich die Punkte holen", sagte der Verteidiger. Dann ist auch Dante wieder dabei.

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