Der Gladbacher Trainer Michael Frontzeck war mit dem Auftritt seiner Mannchaft alles andere als zufrieden.
Der Gladbacher Trainer Michael Frontzeck war mit dem Auftritt seiner Mannchaft alles andere als zufrieden.

Der Gladbacher Trainer Michael Frontzeck war mit dem Auftritt seiner Mannchaft alles andere als zufrieden.

dpa

Der Gladbacher Trainer Michael Frontzeck war mit dem Auftritt seiner Mannchaft alles andere als zufrieden.

Freiburg. Der SC Freiburg hat mit seinem ersten Heimsieg dieser Spielzeit in der Fußball-Bundesliga Borussia Mönchengladbach in eine Krise gestürzt und den Abstiegskampf beim Konkurrenten eingeläutet. Trainer Michael Frontzeck stellte seiner Mannschaft nach dem 0:3(0:0) am Sonntag in der Fußball-Bundesliga ein miserables Zeugnis aus: «Wir hatten uns eine Menge vorgenommen und nichts davon umsetzen können. Wir haben von der ersten Minute alles vermissen lassen und ohne Überzeugung gespielt», meinte er sichtlich angefressen.

Beim hochverdienten Erfolg des Aufsteigers sorgten Tor- Garant Mohamadou Idrissou mit seinem vierten Saisontreffer (54. Minute), Mittelfeldrenner Yacine Abdesseaki (73.) und der eingewechselte Julian Schuster (80.) am Sonntag im Duell der beiden Pokal-Versager vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Badenova-Stadion für die versprochene Wiedergutmachung.

Die Gladbacher sind dagegen nach ihrer vierten Pflichtspielpleite in Serie am kommenden Samstag gegen Borussia Dortmund fast schon zum Siegen verdammt. «Ich will nicht nach dem siebten Spieltag schon ein Endspiel ausrufen, aber das ist schon ein richtungsweisendes Spiel für uns», meinte Frontzeck. «Wir haben in der ersten Halbzeit ein paar Chancen liegenlassen, aber das Tor musste irgendwann fallen», kommentierte sein Freiburger Kollege Robin Dutt. «Die Mannschaft ist auf einem guten Weg. 4:0 in Berlin, jetzt 3:0 - 7:0 Tore, da gibt's wenig zu kritisieren.»

Die langen Gesichter bei den Borussia-Profis werden fast schon zur Gewohnheit. «Wir suchen die Leichtigkeit des guten Saisonstarts», analysierte Gladbachs Kapitän Tobias Levels, «wenn wir jetzt schon verunsichert sind, was soll dann am 30. Spieltag passieren?» Roel Brouwers kommentierte den Abwärtstrend mit den Worten: «Wir haben schlecht gespielt und verdient verloren. Das war in dieser Saison unser schlechtestes Spiel.»

Dabei hatte Gladbach auf ein gelungenes Wendemanöver im Breisgau gehofft. Dutts Elf zeigte sich eine Woche nach dem 4:0 in Berlin indes von Beginn an präsent. Mehr als drei Halbchancen durch Abdessaki (13.), Pavel Krmas (23.) und Tommy Bechmann (40.) sprangen dabei allerdings nicht heraus.

In den zweiten 45 Minuten wurde es besser: Nach dem achten Eckball ihrer Lieblinge wurden die Freiburger Fans in der 54. Minute endlich erlöst. Idrissou veredelte eine Flanke des erneut starken Ivica Banovic zur überfälligen Führung und markierte dabei für sein Team das erste Tor nach einer Standardsituation in dieser Saison. Erst jetzt machte Gladbach mit: Karim Matmour scheiterte in der 58. Minute alleinstehend an Keeper Simon Pouplin.

Der Ex-Freiburger machte nach dem Schlusspfiff ein langes Gesicht: 38 Karten hatte der in Straßburg geborene Profi für Familie und Freunde besorgt, «für die wollte ich gewinnen». Von einer Krise wollte er trotz des erneuten Rückschlags nichts wissen. «Nö, wir haben keine Krise.» Mitten in die stärkste Phase der Borussia fiel die Entscheidung. Abdessaki mit einem Kracher aus 22 Metern und Schuster mit einem abgefälschten Schlenzer verlängerten die Gladbacher Talfahrt und ließen die 0:1-Pokalniederlage beim Zweitligisten FC Augsburg vergessen. Der Lattenschuss von Gladbachs Juan Fernando Arango (86.) kam viel zu spät.

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