Der Gladbacher Luuk de Jong erzielte den Siegtreffer gegen die Frankfurter Eintracht. Foto: Fredrik von Erichsen
Der Gladbacher Luuk de Jong erzielte den Siegtreffer gegen die Frankfurter Eintracht. Foto: Fredrik von Erichsen

Der Gladbacher Luuk de Jong erzielte den Siegtreffer gegen die Frankfurter Eintracht. Foto: Fredrik von Erichsen

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Der Gladbacher Luuk de Jong erzielte den Siegtreffer gegen die Frankfurter Eintracht. Foto: Fredrik von Erichsen

Mönchengladbach (dpa) - Im Schneckenrennen um die internationalen Startplätze hat Gladbachs Millionenstürmer Luuk de Jong endlich seine Torjägerqualitäten bewiesen.

Mit seinem zweiten Siegtreffer in den letzten drei Spielen hat der Niederländer sein Team nach anhaltenden Patzern der Konkurrenz sogar wieder in die Nähe der Champions-League-Ränge geschossen. «Wir werden jetzt nicht anfangen, übertrieben zu träumen. Aber wenn du einmal in Europa warst und diesen süßen Nektar geleckt hast, dann willst du weiter daran lecken», sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl nach dem 1:0-Erfolg gegen Hannover 96.

Dabei sorgte de Jong, mit zwölf Millionen Euro teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte, wie schon vor zwei Wochen beim 1:0 in Frankfurt für das Tor des Tages. «Wenn du Stürmer bist, musst du Tore schießen. Darüber freue ich mich natürlich, obwohl es egal ist, wer bei uns die Tore schießt», sagte der 22-Jährige nach seinem siebten Pflichtspieltreffer für Gladbach. Damit sind die seit vier Spielen unbesiegten Borussen wieder aussichtsreich im Rennen. «Wir wollen nach Europa und dafür werden wir alles geben», versprach der Niederländer.

Allerdings hatte Vorbereiter Patrick Herrmann mit seinem feinen Pass auf de Jong großen Anteil am Siegtreffer gegen die auswärtsschwachen Niedersachsen. «Der Pass war nicht so schwer, aber Luuk ist perfekt reingelaufen», befand der seit Wochen in Top-Form spielende Junioren-Nationalspieler. Seit Trainer Lucien Favre seine Offensive umgestellt hat, scheint die richtige Mischung gefunden. Neben de Jong wirbelt im Sturmzentrum jetzt der junge Amin Younes, Herrmann rückt wieder auf den rechten Flügel, wo er seine Schnelligkeit besser ausspielen kann.

Auch Eberl gefällt die neue Mischung in der Offensive. «Wir haben einen Vollstrecker und der ist natürlich froh über Mitspieler, die ihm den Ball vorne reinspielen», sagte Gladbachs Sportdirektor, der schon immer von de Jongs Fähigkeiten überzeugt war. «Wir haben mit Marco Reus letztes Jahr Tore und Assists verloren. De Jong ist ein Spieler, der sowohl Tore machen kann, als auch den tödlichen Pass spielen. Das ist seine Qualität», befand Eberl. Auch Favre war natürlich zufrieden. Die Aussichten, wieder einen internationalen Platz zu erreichen, wollte der Schweizer aber nicht kommentieren. «Wir müssen weiter um jeden Punkt kämpfen», sagte der Coach.

Das gilt auch für die Niedersachsen, die auch das achte Bundesliga-Auswärtsspiel nacheinander nicht gewinnen konnten. Nach dem Platzverweis gegen Sergio da Silva Pinto und der fünften Gelben Karte für Mame Diouf fallen den ohnehin von Verletzungssorgen geplagten Norddeutschen noch zwei weitere Spieler aus. Mit 34 Punkten liegt Hannover zwar auch nur vier Punkte von Platz sechs entfernt, doch die Leistungskurve zeigte eher nach unten.

«Die Möglichkeiten sind zwar noch da, aber da müssen wir schon wirklich eine Serie starten. Das ist uns die ganze Saison nicht gelungen, deswegen sind die Chancen relativ gering», befand 96-Kapitän Christian Schulz. Trainer Mirko Slomka forderte das baldige Ende der Negativserie auf fremden Plätzen. «Wir müssen alles tun um die Auswärtsschwäche auszumerzen», sagte der Coach.

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