Der Gladbacher Trainer genießt hohes Ansehen – wenn er den Ligaerhalt schafft.

Das Glas ist halbvoll: Hans Meyer will Borussia am Samstag endgültig retten.
Das Glas ist halbvoll: Hans Meyer will Borussia am Samstag endgültig retten.

Das Glas ist halbvoll: Hans Meyer will Borussia am Samstag endgültig retten.

dpa

Das Glas ist halbvoll: Hans Meyer will Borussia am Samstag endgültig retten.

Mönchengladbach. Seit Monaten haben die Kritiker unermüdlich auf Hans Meyer herumgehackt, ihm menschliches und taktisches Fehlverhalten vorgehalten. Meyer sei ein Fußballlehrer von vorgestern mit dem pädagogischen Einfühlungsvermögen eines Presslufthammers, ein selbstherrlicher Typ eben. Und lange Zeit hatten Meyers Kritiker angesichts der sportlichen Talfahrt der Gladbacher Borussia auch leichtes Spiel.

Der 66-Jährige präsentierte sich meist gereizt und dünnhäutig, schließlich gehen einem Cheftrainer, dessen Mannschaft bereits als todsicherer Absteiger gehandelt wird, irgendwann die Argumente aus. Meyers guter Ruf als Retter schien dahin - bis Colautti und Dante in letzter Minute die Befreiungsschläge gegen Schalke und Cottbus perfekt machten.

"Druck hatten wir immer. Warum sollte er jetzt noch größer sein?"

Beim Saisonfinale gegen Borussia Dortmund besitzen die Gladbacher alle Chancen auf ein erfolgreiches Ende der "Mission Klassenerhalt". Meyer, der bei den VfL-Fans Kultstatus genießt, hätte es dann seinen Kritikern wieder einmal gezeigt. Mit elf Punkten lagen die "Fohlen" nach der Hinrunde abgeschlagen am Tabellenende.

Nun beträgt Borussias Vorsprung drei Punkte und vier Tore auf Arminia Bielefeld auf Relegationsplatz 16. Ein Punkt würde Mönchengladbach für den Klassenerhalt reichen. "Ich freue mich auf das Spiel, wir spielen vor ausverkauftem Haus und ich hoffe, dass wir danach den Wiederaufstieg feiern können. Weil wir im Winter doch schon abgestiegen waren", sagt Meyer.

Und wie geht seine Mannschaft mit dem enormen Druck um? "Druck hatten wir in der gesamten Rückrunde, warum sollte der jetzt größer sein? Wenn wir keinen Vorsprung hätten und das Spiel gewinnen müssten, wäre er wesentlich größer", sagt Meyer, der um den Einsatz des Routiniers Paul Stalteri (Leistenbeschwerden) bangen muss. Und großen Druck, sagt Meyer, habe auch der BVB, um aus eigener Kraft den Uefa-Cup-Platz behaupten zu können.

Meyers Kollege Jürgen Klopp: "Wir wollen unbedingt was holen. An 32 Spieltagen hat die Konkurrenz gegen uns gespielt. Warum sollte es diesmal anders sein?"

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