Der Senkrechtstarter des VfL ist momentan in aller Munde und Borussias Manager kritisiert DFB-Sportdirektor Sammer.

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Senkrechtstarter Marco Reus.

Senkrechtstarter Marco Reus.

Dieter Wiechmann

Senkrechtstarter Marco Reus.

Mönchengladbach. Der Marktwert von Marco Reus hat sich binnen weniger Monate fast verdoppelt, Borussias offensiver Mittelfeldspieler zählt derzeit zu den Senkrechtstartern in der Fußball-Bundesliga.

Inzwischen soll der 20-Jährige sogar ins Blickfeld von Bundestrainer Jogi Löw gerückt sein, nachdem ihn DFB-Sportdirektor Matthias Sammer vor laufender Kamera immer und immer wieder in höchsten Tönen gelobt hat. Dabei kann Reus gerade einmal 13 Einsätze (drei Tore) in Liga eins vorweisen, muss noch zeigen, dass die aktuelle Leistungsexplosion mehr als nur eine Momentaufnahme ist. Weshalb Borussias Sportdirektor Max Eberl "dieser ganze Hype um Marco" sichtlich gegen den Strich geht: "Einfach mal über den Verein hinweg solche Äußerungen in der Öffentlichkeit zu tätigen, halte ich im Sinne des Talents nicht für den richtigen Weg. Sammer hätte uns erst einmal anrufen sollen und fragen, wie der Junge sich so entwickelt."

Der DFB, so Eberl, müsse sich schon die Frage gefallen lassen, ob es nicht besser sei, sich gemeinsam mit dem Verein um die Talente zu kümmern. Die A-Nationalmannschaft halte er für Reus noch für "total überzogen", zudem wundere es ihn, dass "Marco auch erst jetzt in den Fokus der U 21 gerückt ist. Vor allem, wenn man weiß, dass sie schon länger nach guten Offensivspielern Ausschau halten". Damit der Medien-Rummel nicht zu belastend wird, soll Reus vorerst auch keine Interviews mehr geben. "Wir wollen ihn ein wenig schützen, damit er mal alles sacken lassen kann", sagt Eberl.

Eine Rückholaktion von Alexander Baumjohann sei im Übrigen kein Thema. Eberl: "Wir werden im Winter nichts tun." Offenbar will Ur-Borusse Jupp Heynckes, zurzeit Trainer bei Spitzenreiter Bayer Leverkusen, Baumjohann verpflichten.

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