Dortmund bezahlt für Marco Reus 17,5 Millionen Euro. Keine Chance für den FC Bayern.

Die Zeit neben Maskottchen "Jünter" neigt sich dem Ende entgegen: Marco Reus im BorussiaPark.
Die Zeit neben Maskottchen "Jünter" neigt sich dem Ende entgegen: Marco Reus im BorussiaPark.

Die Zeit neben Maskottchen "Jünter" neigt sich dem Ende entgegen: Marco Reus im BorussiaPark.

Marco Reus jubelt über den Bundesliga-Klassenerhalt.

Wechsel nach Mönchengladbach: 2009 trug Reus erstmals das Trikot mit der Raute.

dpa, Bild 1 von 3

Die Zeit neben Maskottchen "Jünter" neigt sich dem Ende entgegen: Marco Reus im BorussiaPark.

Mönchengladbach. Am Donnerstag geht es ins Trainingslager nach Belek in die Türkei. Wie die Chancen der Borussia in der Rückrunde auf dem Rückweg nach Europa stehen, beschäftigt aktuell aber keinen Menschen mehr. Weil der spielerische Garant für den ungeahnten Aufschwung der Mönchengladbacher sich gegen seinen Verein entschieden hat. Fußball-Nationalspieler Marco Reus wechselt nach dieser Saison zum deutschen Meister Borussia Dortmund.

Der junge Mann, der bisher als die personifizierte Identifikation mit Borussia Mönchengladbach galt, „will den nächsten Schritt tun“. Wie man das als aufstrebender Nationalspieler so formuliert in diesen Tagen. 17,5 Millionen Euro investiert der deutsche Meister, um das Fußball-Juwel zurück in die Heimat zu holen. Marco Reus hat Dortmund ja im Grunde nie verlassen.

Borussia-Chef Watzke stellt „hohe Investitionen“ in Aussicht

Tags zuvor hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schon in Aussicht gestellt, dass Borussia Dortmund durchaus in der Lage sei, auch einmal wieder viel Geld in die Hand zu nehmen, um einen ambitionierten Spieler zu verpflichten. Da war der Vertrag mit Reus schon lange unter Dach und Fach.

Und der Sportdirektor von Mönchengladbach konnte nur noch öffentlich feststellen, dass er im Poker um den Nationalspieler von Anfang an auf verlorenem Posten stand. „Wir haben Marco ein neues Angebot gemacht, bei dem der Verein über seine Schmerzgrenze gegangen ist, trotzdem hat sich Marco für einen Wechsel entschieden“, sagte Max Eberl enttäuscht. Angeblich soll Eberl noch einmal eine Million draufgelegt haben, um Reus zu halten. Ohne Erfolg. Nach Informationen unserer Zeitung wäre der Jahresverdienst in Mönchengladbach damit auf über vier Millionen Euro gestiegen. In Dortmund, wo Reus schon für die A-Jugend kickte, wird er dem Vernehmen in Zukunft sieben Millionen per annum kassieren.

Lucien Favre erfährt von dem Reus-Transfer als Erster

„Mir fällt der Entschluss nicht leicht, die Borussia in Mönchengladbach zu verlassen, aber ich will dauerhaft international spielen“, sagte Reus, der seinen Trainer Lucien Favre bereits unmittelbar nach dem Auftakttraining am Dienstagabend von seinem Entschluss informierte.

In Dortmund unterschreibt Reus einen Fünf-Jahres-Vertrag, seine Ablösesumme ist auf 30 Millionen Euro festgeschrieben. Neben der Dortmunder Borussia hatte auch noch Real Madrid um den Nationalspieler gebuhlt. Jose Mourinho wollte Reus unbedingt, nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen mit Mesut Özil und Sami Khedira. Bei der Entscheidung gegen Mönchengladbach und Madrid spielte der deutsche Rekordmeister FC Bayern München in den Gedanken von Reus schon gar keine Rolle mehr. Und er ist nicht der einzige, der Mönchengladbach den Rücken kehrt. Auch Roman Neustädter wird seinen Vertrag nicht verlängern. Neustädter entschied sich dem Vernehmen nach für einen Wechsel zu Bayer Leverkusen.

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