Gladbach spielt 1:1 gegen Stuttgart. Der Trainer aber sieht viel Arbeit auf sich zukommen.

Unzufrieden mit der Spielweise gegen Stuttgart ist Gladbachs Trainer Lucien Favre.
Unzufrieden mit der Spielweise gegen Stuttgart ist Gladbachs Trainer Lucien Favre.

Unzufrieden mit der Spielweise gegen Stuttgart ist Gladbachs Trainer Lucien Favre.

dpa

Unzufrieden mit der Spielweise gegen Stuttgart ist Gladbachs Trainer Lucien Favre.

Mönchengladbach. Lucien Favre hätte allen Grund, zufrieden zu sein. Der Saisonstart von Borussia Mönchengladbach ist mit vier Punkten gegen zwei starke Mannschaften geglückt, das Team bleibt unter ihm im elften Spiel in Folge ohne Niederlage, im DFB-Pokal hat der Verein die zweite Runde erreicht.

Doch der Trainer der Gladbacher redete nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart Klartext und sezierte die Fehler in der Defensive und dem oft behäbigen Spiel nach vorne: „Wir haben längst nicht so gut verteidigt wie in München. Vorne haben wir zu kompliziert gespielt, oft mit zu wenig Geduld. So häufig durchs Zentrum zu spielen war völlig unnötig. Außerdem hatten wir zu viele Ballverluste im Spielaufbau.“

Bobadilla fehlt die Bindung zu seinen Mitspielern

Der Trainer musste nach dem Spiel eingestehen, dass er auf die falsche Taktik und teilweise auf das falsche Personal gesetzt hatte. Statt mit einem Stürmer ließ Favre mit zwei Spitzen spielen. Während Mike Hanke sich noch bemühte, Bälle im Mittelfeld zu erobern, fehlte Raul Bobadilla die Bindung zum Spiel. Seine Versuche, mit dem Rücken zum Tor Bälle anzunehmen und durch Drehungen zum Torabschluss zu kommen, hatte die Abwehr der Gäste schnell durchschaut.

Favre verklausulierte seine Kritik am Rückkehrer, der nach mehreren Eskapaden im Winter nach Griechenland ausgeliehen worden war, und sagte: „Er hat enorm viel zu lernen, es gibt viel zu tun.“

Der Australier Mathew Leckie, der für Bobadilla nach 70 Minuten eingewechselt worden war, hatte mehr gute Szenen vor dem gegnerischen Tor als der Argentinier. Favre hatte sich gescheut, den 20 Jahre alten Zugang von Beginn an aufzustellen. „Es war sein erstes Spiel vor heimischen Publikum. Vor 50 000 Zuschauern aufzulaufen ist nicht leicht“, sagte der Schweizer.

Torhüter Marc-André ter Stegen war bester Gladbacher

Leckie deutete durch Tempo-Dribblings der Qualität eines Marco Reus’ an, was er kann. Wie ein flexibles und flottes Offensivspiel auszusehen hat, zeigte hingegen die Gäste aus Stuttgart. Die Offensivkräfte Cacau, Christian Gentner und Martin Harnik waren permanent unterwegs.

Auch die Einbindung der Außenverteidiger ins Offensivspiel klappte wesentlich effektiver als bei den Hausherren. So war es am Ende wieder einmal Torhüter Marc-André ter Stegen, der den Gladbachern, wie schon bei den Bayern, etwas Zählbares rettete.

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