Nach der bitteren 0:3-Niederlage in Freiburg herrscht Nachdenklichkeit am Borussia-Park. Deutliche Worte des Kapitäns.

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Die Niederlagenserie der Borussia bereitet derzeit nicht nur Kapitän Tobias Levels Kopfzerbrechen.

Die Niederlagenserie der Borussia bereitet derzeit nicht nur Kapitän Tobias Levels Kopfzerbrechen.

dpa

Die Niederlagenserie der Borussia bereitet derzeit nicht nur Kapitän Tobias Levels Kopfzerbrechen.

Mönchengladbach. An Tobias Levels kommt so schnell kein Stürmer vorbei. Der Verteidiger von Borussia Mönchengladbach ist ein zäher Bursche: Er krempelt die Ärmel hoch und gibt auf dem Platz stets alles.

Als Kapitän des Vereins ist sein Wort zudem bei den Medien gefragt, schließlich sind seine Statements alles andere als inhaltsleer. Und so brachte der in St. Tönis groß gewordene Fußballer, einer der wenigen Gladbacher Lichtblicke im Dreisamstadion, die happige 0:3-Niederlage beim Aufsteiger SC Freiburg schonungslos auf den Punkt.

"Das war einfach zu wenig in 90 Minuten. Uns ist die Leichtigkeit abhanden gekommen. Da muss schleunigst etwas passieren. So kann es nicht weiter gehen", sagte der 22-jährige Fußball-Profi bei "sky". Nach der Frage des Kollegen vom Fernsehen, ob er für die Verunsicherung in der Mannschaft eine Erklärung habe, verfinsterte sich Levels’ Miene. "Am siebten Spieltag sollte doch bitte schön keiner verunsichert sein. Was wird denn am 30. Spieltag sein", fragte sich der Abwehrspieler - und zog die Stirn in steile Falten.

Auslaufen, regenerieren, das herbe 0:3 beim Aufsteiger aus den Köpfen bekommen und ein neues Selbstbewusstsein aufbauen - das Programm der Borussen und des Trainerstabs in dieser Woche ist voll gespickt. Schließlich steht im Borussia-Park das Duell der Looser unmittelbar bevor, die Begegnung der Enttäuschten: Am Samstag, 18.30 Uhr, wird sich zeigen, wer die jüngsten Niederlagen undNackenschläge am besten verkraftet hat: Gladbach oder Dortmund?

Die Gladbacher agieren nicht mehr so zielstrebig und unbeschwert

Nun muss Borussia Mönchengladbach nach drei Bundesliga-Niederlagen in Folge und dem Pokal-K.o. gegen den MSV Duisburg nicht gleich alles in Frage stellen, aber nach durchaus ansprechendem Auftakt mit Spielen, in denen die Borussia immer wieder mal Esprit und Glanz versprühte, wirkte die Mannschaft in den vergangenen Partien hier und da träge, uninspiriert, war blockiert und agierte - bei allem Pech, was hinzukam - nicht mehr so zielstrebig und unbeschwert.

Trainer Michael Frontzeck hat das alles so oder ähnlich kommen sehen. "Dass wir in diese Situation geraten sind, überrascht mich nicht wirklich", sagte er einen Tag nach der vierten Saison-Niederlage, "die Mannschaft muss weiter zusammenwachsen, mental robuster werden. Wichtig ist es nun, dass wir die Fehler minimieren und Stärken ausbauen. Unsere ganze Konzentration gilt dem Spiel am Samstag gegen Dortmund." Und vielleicht hat dann ja auch Tobias Levels wieder mehr zu lachen und darf seine Glücksgefühle nach dem Derbysieg gegen den BVB ausdrucksvoll beschreiben.

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