Nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart gibt es für Trainer Favre einige Baustellen.

Filip Daems hat kein Nervenflattern, wenn er zum Punkt gebeten wird. Doch seine übrige Leistung gegen den VfB war nur mittelmäßig.
Filip Daems hat kein Nervenflattern, wenn er zum Punkt gebeten wird. Doch seine übrige Leistung gegen den VfB war nur mittelmäßig.

Filip Daems hat kein Nervenflattern, wenn er zum Punkt gebeten wird. Doch seine übrige Leistung gegen den VfB war nur mittelmäßig.

Dieter Wiechmann

Filip Daems hat kein Nervenflattern, wenn er zum Punkt gebeten wird. Doch seine übrige Leistung gegen den VfB war nur mittelmäßig.

Mönchengladbach. Mit vier Punkten aus zwei Spielen ist der Saisonstart von Borussia Mönchengladbach geglückt. Trotzdem war Trainer Lucien Favre mit einigen Spielern nicht zufrieden.

Filip Daems: Konstant wie immer zeigte sich der Kapitän der Borussia, wenn es darum geht, vom Elfmeterpunkt die Nerven zu bewahren (acht Treffer bei acht Versuchen). Ansonsten war es von Daems eine eher durchwachsene Vorstellung. Der Außenverteidiger leistete sich leichte Ballverluste im Mittelfeld und war in der Offensive nur durch zwei Flankenläufe präsent. Daems bekam wie in München Unterstützung von Juan Arango. Nach vorne hingegen muss sich der 32-Jährige wesentlich häufiger mit einschalten.

Tony Jantschke: Das gleiche gilt für Tony Jantschke. Eigene Offensivbemühungen des Rechtsverteidigers fanden so gut wie nicht statt. Die fehlende Unterstützung seiner Mitspieler brachte den 21-Jährigen häufig in Unterzahlsituationen. Das zehrte an den Kräften. Später half ihm der eingewechselte Lukas Rupp. Trotzdem muss Jantschke versuchen, ein besseres Gleichgewicht zwischen Defensiv- und Offensivarbeit zu finden, auch um das Spiel nach vorne flexibler und schneller zu machen.

Mathew Leckie: Der Australier feierte sein Bundesliga-Debüt und sorgte als einzige Spitze mit seinen Antritten für mehr Entlastung nach der Gelb-Roten Karte für Roel Brouwers. Der 20-Jährige wirkte gerade in den direkten Duellen viel spritziger als der schwach spielende Raul Bobadilla und half mit, den Punkt für die Borussia über die Zeit zu retten.

Lukas Rupp: Der Mittelfeldspieler hatte die Anweisung von Lucien Favre erhalten, Tony Jantschke auf der rechten Seite zu unterstützen und war wesentlich defensiver orientiert als der vorher rechts im Mittelfeld spielende Marco Reus. Zum Teil gelang ihm dies auch ordentlich, was ihm ebenso wie Mathew Leckie ein Sonderlob vom Trainer nach dem Spiel einbrachte.

Havard Nordtveit/Roman Neustädter: Gladbachs „Sechser“ waren Opfer des 4-4-2-Systems geworden, wie Trainer Lucien Favre nach dem Spiel erklärte. Durch die offensive Ausrichtung der Stürmer Mike Hanke und Raul Bobadilla sowie dem Offensivdrang von Marco Reus entstanden Lücken im Zentrum. Häufig sahen sich „N&N“ drei Stuttgartern gegenüber. Im Spiel nach vorne bekamen beide selten Struktur, speziell Neustädter leistete sich zu viele Fehler.

Raul Bobadilla: Der Argentinier war überraschend für den verletzten de Camargo ins Team gerückt. Für Favre war es nach eigener Aussage eine „50:50-Entscheidung“ zwischen „Boba“ und Marco Reus im Sturm. Dann hätten Patrick Herrmann oder Lukas Rupp im rechten Mittelfeld gespielt. Es war letztlich eine falsche Entscheidung, auf Bobadilla zu setzen. Ihm fehlt merklich Spielpraxis, seine Aktionen waren zu statisch und durchschaubar.

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