Die „Initiative Borussia“ und die „Mitgliederoffensive 2007/2010“ wollen die Vereinsführung neu organisieren.

Satzung
Norbert Kox.

Norbert Kox.

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Norbert Kox.

Mönchengladbach. Borussias prekäre Situation – Tabellenletzter mit zehn Punkten – hat auch die Kritiker auf den Plan gerufen. So strebt die „Initiative Borussia“ um Kopf Norbert Kox (holte als Vorstands-Vorsitzender der CIV-Versicherungen und PB-Versicherung die Postbank mit als Hauptsponsor zur Borussia), Unternehmens-Berater Dr. Friedhelm Plogmann (ehemaliger Vorstands-Vorsitzender der Landesbank Rheinland-Pfalz) sowie Martin Schmuck (früherer ZDF-Studioleiter NRW und Sprecher von Peer Steinbrück) eine Strukturänderung beim VfL an. Neun Satzungsänderungen für die Jahreshauptversammlung Ende Mai haben Kox & Co. eingereicht.

Werden diese mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit von den Mitgliedern abgenickt, hätten sie eine Entmachtung von Präsident Rolf Königs zur Folge. „Wir wollen, dass das Präsidium in den Aufsichtsrat geht als Kontrollorgan. Wir stellen nicht Personen in Frage, sondern wir wollen die Strukturen verändern. Wir wollen nicht, dass ein ehrenamtlicher Präsident die Entscheidungen trifft.

Ich habe nichts dagegen, dass Herr Königs weiter Präsident bleibt, dann aber Mitglied im Aufsichtsrat würde – so wie das bei Bayern München der Fall ist“, sagt Norbert Kox (Foto links) und ergänzt: „Wir brauchen zwei Aufsichtsräte – einen für den Verein e.V. und einen für den Profifußball. In den müssen Leute rein, die aus der Wirtschaft, Sport dem Sponsor-Bereich kommen.“

Mit der „Mitgliederoffensive 2007/2011“ um Sprecher und CDU-Mitglied Michael Weigand, der als Kreisvorsitzender der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung Mönchengladbach dem konservativen Flügel der Partei zuzuordnen ist, hat eine weitere Gruppierung drei Satzungsänderungen eingereicht. „Wir wollen eine Reform, keine Revolution“, sagt Michael Weigand (Foto rechts/DW). Demnach soll der Vorsitzende des Fan-Projektes einen Sitz im Ehrenrat erhalten.

Der höchste Repräsentant der von den Fans gewählten Vertretung würde damit direkt in ein führendes Vereinsgremium berufen. Darüber hinaus soll die Mitgliederversammlung beim Verkauf von Vereinsvermögen einbezogen werden. Der brisanteste Punkt bezieht sich auf die Wahl des Vizepräsidenten. Der ist für den sportlichen Bereich zuständig und soll künftig durch die Mitgliederversammlung gewählt und nicht mehr durch den Aufsichtsrat berufen werden. Nun liegt es an den VfL-Mitgliedern, über die Anträge zu entscheiden.

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