Kapitän Martin Stranzl spricht nach der Niederlage Klartext.

Redet selten um den heißen Brei herum: Martin Stranzl.
Redet selten um den heißen Brei herum: Martin Stranzl.

Redet selten um den heißen Brei herum: Martin Stranzl.

DW

Redet selten um den heißen Brei herum: Martin Stranzl.

Hannover/Mönchengladbach. Martin Stranzl scheut sich nie davor, nach Spielen mit den Medien zu reden. Selbst bei Niederlagen und unmittelbar nach Spielschluss wird der Kapitän von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach nicht von seiner Emotionalität getrieben, spricht ruhig und sachlich die Probleme an.

„Wir haben versucht zu kombinieren, über Außen und über Seitenwechsel zum Erfolg zu kommen. Aber beim letzten Pass und beim Torabschluss haben wir zu viele Fehler gemacht. Der Gegner hat die daraus entstandenen Konter clever zu Toren genutzt“, sagte der Österreicher nach der 1:3-Niederlage in Hannover. „Wir haben den Gegner zu Kontern eingeladen“, bestätigte der zweite Innenverteidiger Tony Jantschke.

Im bisherigen Saisonverlauf habe sich die Mannschaft keine Schwächephase geleistet, betonte Stranzl. „Bis auf Bayern München hatte jede Mannschaft in der Bundesliga eine solche Phase. Schade für uns ist, dass sie gerade jetzt nach einer guten Vorbereitung kommt“, so Stranzl.

Erst der Wechsel Mlapa für Xhaka sorgte für eine Systemänderung

Zwischen den Zeilen war beim Kapitän aber auch ein wenig Kritik an der fehlenden Flexibilität im Offensivspiel herauszuhören. „Wir haben den Ehrgeiz und den Anspruch, das im Training erarbeitete bei den Spielen umzusetzen, auch auswärts“, erklärte der 33-Jährige. Viel Ballbesitz oder hohe Passgenauigkeit hin oder her, am Ende zählt das nackte Ergebnis. „Wir haben die Zielstrebigkeit und Konsequenz vermissen lassen“, stellte Vizepräsident Rainer Bonhof fest.

Erst mit der dritten Auswechslung (Stürmer Peniel Mlapa für „Sechser“ Granit Xhaka) änderte Trainer Lucien Favre das Spielsystem, zuvor hatte er in Branimir Hrgota für Juan Arango und Amin Younes für Patrick Herrmann Spieler für die gleiche Position gebracht. Überraschend war das für den Gegner nicht. Erst die Kopfballstärke von Peniel Mlapa brachte den gewünschten Torerfolg – was indes nicht zum Punktgewinn reichte.

Für das Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr, Borussia-Park) fordert Bonhof: „Die Mannschaft muss einfach das abrufen, was sie in der Hinrunde stark gemacht hat. Schnelles Umschalten, zielstrebige Kombinationen und den Gegner mit kompakter Defensivarbeit keine Konter ermöglichen. Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass wir schon am Freitag wieder eine neue Serie starten können.“

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