Der Weltmeister hatte gegen Köln mit Glück nicht Gelb-Rot gesehen.

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Schiedsrichter Felix Zwayer beruhigt die Streithähne Christoph Kramer (l.) und Kevin Vogt (r.) und kommt ohne Karte aus.

Schiedsrichter Felix Zwayer beruhigt die Streithähne Christoph Kramer (l.) und Kevin Vogt (r.) und kommt ohne Karte aus.

dpa

Schiedsrichter Felix Zwayer beruhigt die Streithähne Christoph Kramer (l.) und Kevin Vogt (r.) und kommt ohne Karte aus.

Mönchengladbach. Granit Xhakas Vorhersage, dass Gladbach gegen Köln ins Tor trifft, ging nicht in Erfüllung. „Es war mein Ziel, dass wir Horn ein bis zwei Tore reinmachen, aber es hat nicht geklappt, er hat jetzt viermal zu Null gespielt. Aber für uns ist wichtig, dass wir nicht verloren haben, das sollte man in einem Derby auf keinen Fall“, sagte Xhaka. Sein Mit-Sechser Kramer hatte derweil eine Hauptrolle in der Geschichte dieses 81. Duells der Rheinischen Rivalen in der Bundesliga.

Denn fast hätte er sich, bereits mit Gelb verwarnt, eine Ampelkarte eingehandelt und wäre damit beim morgigen Heimspiel gegen den HSV gesperrt gewesen. Doch Kramer hatte Glück, dass Schiedsrichter Felix Zwayer seinen Rempler gegen Kevin Vogt nicht so ahndete, wie es das Regelwerk hergegeben hätte. „Vogt hält mich fast eine halbe Stunde fest, ich muss mich ja losmachen. Ein schlechter Schiri hätte uns beiden Gelb gegeben, er hat es gut und richtig gesehen“, sagte Kramer. Es gab den einen oder anderen, der hier einen Weltmeister-Bonus vermutete. Doch davon wollte Kramer nichts wissen. „Es war einfach eine gute und richtige Entscheidung, es war keine Gelbe Karte“, befand er. Gelb sah im Anschluss André Hahn, der sich während der Rudelbildung nach Krames Aktion gegen Vogt vor seinen Teamkameraden gestellt hatte.

„Es ist doch normal, dass man so etwas macht, wir sind ein Team“, sagte Hahn, der gestand, dass er Vogt, „der immer weiter gestänkert hat, ein bisschen geschubst habe“. Auch der Kölner sah die Gelbe Karte. Das waren dann auch die grellsten Farbtupfer in diesem Derby. Auch die Rückkehr Raffaels brachte nicht die entscheidende Note in Favres Plan.

Nur einmal wurde es für die Kölner wirklich gefährlich

Der Brasilianer, der beim 1:1 gegen Villarreal zunächst draußen geblieben war, versuchte zwar, Impulse zu geben, doch das gelang nur in Ansätzen. Zudem wurde André Hahn auf dem rechten Flügel gut abgeschirmt und auf der anderen Seite kam Fabian Johnson erneut mit dem ihm von Favre angedachten Job als Linksaußen nicht zurecht. Neun Torschüsse standen in der Statistik, doch nur einmal wurde es wirklich gefährlich für die Kölner – als Hahn in der 48. Minute scharf flankte und Kruse per Kopf das Ziel knapp verfehlte.

Borussias Kreativ-Abteilung war nicht schlecht, aber auch nicht gut genug, um entscheidende Lücken aufzutun im Defensivverbund des Aufsteigers. „Wir können nicht mit dem 0:0 zufrieden sein. Wir haben gut gespielt, aber zu wenig Lösungen gefunden und der letzte Pass kam nicht an“, monierte André Hahn. In der Anfangsphase war zu besichtigen, wie es Gladbach versuchen wollte: mit schnellem Kombinationsspiel über Raffael, Max Kruse und André Hahn. Doch je länger das Spiel dauerte, desto weniger flüssig ging es den Borussen vom Fuß.

Daran änderte auch die späte Einwechslung von Patrick Herrmann und Branimir Hrgota nichts mehr. Xhaka indes ärgerte es nicht, dass seine Zielvorgabe nicht voll erfüllt wurde. „Wir haben noch nicht verloren, in keinem Wettbewerb. Das ist positiv“, sagte er Schweizer.

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