Überfall auf Rastplatz in Siegburg. Kölner Polizei nimmt neun Gewaltbereite in der Nacht zu Montag in der Stadt fest.

Gewalt
Auch in Wolfsburg mussten Polizeikräfte gegen Hooligans vorgehen. Foto: Arne Dedert

Auch in Wolfsburg mussten Polizeikräfte gegen Hooligans vorgehen. Foto: Arne Dedert

dpa

Auch in Wolfsburg mussten Polizeikräfte gegen Hooligans vorgehen. Foto: Arne Dedert

Köln. Der Fall ist bisher einmalig. Am Sonntagabend auf der Rückfahrt vom Bundesligaspiel des 1. FC Köln bei 1899 Hoffenheim nimmt eine Gruppe von FC-Hooligans „in drei dunklen Fahrzeugen“ die Verfolgung eines Kleinbusses auf, in dem sich Fans von Borussia Mönchengladbach befinden. Sie sind auf dem Rückweg von der Begegnung mit dem 1. FC Nürnberg. Die drei Autos bedrängen den Bus und nötigen den Fahrer zum Halt an der Raststätte Siegburg-Ost. Anschließend greifen die Hooligans den Bus mit Baseballschlägern, Eisenstangen und Ziegelsteinen an. Verletzt wird niemand, weil der Busfahrer durchstartet. Die Kölner nehmen erneut die Verfolgung auf und werden bei Köln-Dellbrück von der Polizei gestellt. Dort und in der Innenstadt werden insgesamt neun Personen festgenommen.

Der 1. FC Köln entschuldigt sich bei Borussia Mönchengladbach

Rainer Mendel, Fanbeauftragter des 1. FC Köln: „Wir distanzieren uns von jeder Form von Gewalt und erwarten von unseren Fans, dass sie sich ebenfalls öffentlich von diesem Vorfall distanzieren. Die Täter erwarten langjährige bundesweite Stadionverbote.“ Der 1. FC Köln entschuldigte sich in aller Form bei Borussia Mönchengladbach. Markus Aretz, Pressesprecher von Borussia Mönchengladbach, sprach von „einer neuen Qualität von Gewalt“.

Es habe sich bei der Mönchengladbacher Gruppe um „normale Fans gehandelt, das war keine Gruppe von Ultras“. Matthias Neumann, Leiter des Mönchengladbacher Fanprojekts: „Dass wir Gewalt nicht tolerieren, versteht sich von selbst.“

Die Kölner Polizei bestätigte „massive Übergriffe“ und ermittelt wegen Nötigung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

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