BVB-Coach Jürgen Klopp vor dem Borussen-Derby.

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BVB-Coach Jürgen Klopp hat großen Respekt vor den konterstarken Gladbachern.

BVB-Coach Jürgen Klopp hat großen Respekt vor den konterstarken Gladbachern.

Horrmann

BVB-Coach Jürgen Klopp hat großen Respekt vor den konterstarken Gladbachern.

Mönchengladbach. Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach muss am Samstag (18.30 Uhr) beim Spitzenreiter Borussia Dortmund vor 81.000 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park antreten.

Vom Papier her eine klare Sache, doch wer denkt, beim bislang sensationell aufspielenden BVB würde man den Tabellenletzten und abstiegsgefährdeten Gast vom Niederrhein auf die "leichte Schulter" nehmen, sieht sich gewaltig getäuscht.

Klopp bereitet vor allem die Offensive der Gladbacher Sorgen

Im Gegenteil: BVB-Coach Jürgen Klopp (43) schwärmt sogar von der Borussia. "Die Gladbacher haben im Keller der Tabelle nichts zu suchen, man sollte sich also hüten, die Mannschaft nach dem aktuellen Tabellenstand zu beurteilen. Wenn das technisch gute und konterstarke Team ins Rollen kommt, ist es ganz schwer zu stoppen, wie beim 6:3 in Leverkusen oder beim 4:0 in Köln", so Dortmunds Trainer, der sich sicher ist: "Michael Frontzeck und seine Jungs steigen nicht ab".

Und "Kloppo", für die meisten Fußballfreunde in Deutschland schon jetzt der "Trainer des Jahres", fügt respektvoll hinzu: "Das wird eine ganz schwere Aufgabe für uns. Mit Reus, Idrissou, Bobadilla und de Camargo verfügt die Borussia über vier sensationelle Angreifer. Die darfst du keine Sekunde aus den Augen lassen. Wir müssen schon volle 100 Prozent geben, um die Punkte in Dortmund zu behalten."

Auch dieser Respekt vor dem Gegner ist sicherlich einer der Gründe, warum der Dortmunder Fußball-Lehrer so erfolgreich ist, warum die BVB-Rasselbande keine Sekunde "abhebt", obwohl sie derzeit alle Rekorde bricht. Das M(eisterschaft)-Wort bleibt tabu! Klopp: "Wir haben einfach Spaß am Fußball, aber wir haben noch nichts erreicht, erst am 14. Mai ist der Tag der Abrechnung. Bis dahin versuchen wir jede Woche mit Leidenschaft und Herzblut unsere Spiele zu gewinnen, nicht mehr und nicht weniger."

Die Bundesliga-Bilanz zwischen Gladbach und dem BVB ist mit jeweils 25 Siegen und 26 Unentschieden ausgeglichen. In Dortmund konnte der VfL bei 38 Anläufen allerdings erst zehn Siege bejubeln, den bis dato letzten im April 1998 mit 2:1.

Dem guten alten Westschlager der beiden Namenscousinen sieht der "TV-Bundestrainer der Nation" mit Freude entgegen: "Diese Spiele sind immer etwas Besonderes, weil Borussia Mönchengladbach nicht mauert und auch auswärts einen tollen Offensivfußball spielt, so was wollen die Zuschauer doch sehen." Ob der BVB-Coach den zuletzt doch recht müde wirkenden Jung-Nationalspielern Mario Götze und Kevin Großkreutz eine "Erholungspause" gegen die Borussia gönnt und dafür die beiden polnischen Nationalspieler Lewandowski und "Kuba" Blaszczykowski bringt, will er erst am Spieltag entscheiden.

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