Bei der Borussia herrscht nach sieben Tagen auf Gran Canaria wieder Zuversicht.

wza_1500x1243_433609.jpeg
Marko Marin (l.) kam bei der 0:3-Niederlage gegen den ukrainischen Meister und Pokalsieger Schachtjor Donezk in der ersten Halbzeit zum Einsatz. Entscheidende Akzente konnte er nicht setzen.

Marko Marin (l.) kam bei der 0:3-Niederlage gegen den ukrainischen Meister und Pokalsieger Schachtjor Donezk in der ersten Halbzeit zum Einsatz. Entscheidende Akzente konnte er nicht setzen.

DW

Marko Marin (l.) kam bei der 0:3-Niederlage gegen den ukrainischen Meister und Pokalsieger Schachtjor Donezk in der ersten Halbzeit zum Einsatz. Entscheidende Akzente konnte er nicht setzen.

Maspalomas. Auf dem Trainingsplan hat Borussias Cheftrainer Hans Meyer für den Montag einen dicken Strich gemacht. Anstatt Kondition bolzen, Flanken schlagen oder Torschusstraining haben die VfL-Profis nach der Rückkehr von der wohlig-warmen Kanaren-Insel Gran Canaria einen Tag frei bekommen.

Gegen 23 Uhr war der Borussen-Tross am Sonntagabend auf dem Düsseldorfer Flughafen gelandet. Somit haben Marin, Neuville & Co. zumindest annähernd 48 Stunden Zeit, um sich wieder an das Klima am Niederrhein zu gewöhnen.

Am Dienstag geht es im Borussia-Park um 19.30 Uhr gegen die Namenscousine aus Dortmund erneut richtig zur Sache. "Das wird ein wichtiger Test für uns. Die Mannschaft hat einen positiven Eindruck im Trainingslager auf Gran Canaria hinterlassen.

Da ist richtig Zug, da ist richtig Wille dahinter. Deshalb hoffe ich, dass die Jungs gegen Dortmund noch einmal nachlegen können", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl nach der letzten Übungseinheit im Estadio Municipal.

Die 0:3-Schlappe gegen Donezk stört beim VfL niemanden

Punkt 11.19 Uhr Ortszeit hatte Meyer am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein und rund 25 Grad Celsius die letzte Trainingseinheit mit einer kurzen Ansprache an die Mannschaft beendet. Sichtlich zufrieden mit dem, was die 25 Borussen-Profis in den vergangenen sieben Tagen auf den Kanaren abgeliefert haben.

Borussia: Bailly (78. Heimeroth) - Levels, Brouwers, Callsen-Bracker, Stalteri (66. Dorda) - Bradley (46. Alberman), Galasek (72. Schachten), Paauwe (46. Baumjohann) - Matmour (66. van den Bergh), Friend (46. Colautti), Marin (46. Neuville)

Tore: 0:1 Gladkij (18.), 0:2 Fernandinho (45)., 0:3 Seleznyov (64.)

Zuschauer: 800

Von Abstiegsangst und schlechter Stimmung keine Spur - weder bei Meyer noch bei Eberl. Und auch Präsident Rolf Königs wirkte am Sonntag locker und relaxt beim Plausch mit den Borussen-Fans.

So richtig störte auch niemanden mehr die völlig verdiente 0:3 (0:2)-Pleite im Duell mit dem ukrainischen Meister und Pokalsieger Schachtjor Donezk am Tag zuvor. "Das ist einfach Qualität, das ist halt der Unterschied zwischen der Bundesliga und der Champions League", sagte Eberl.

Man habe ganz bewusst diesen starken Gegner ausgesucht. "Donezk hat einige Spieler, die 15, 16 Millionen Euro kosten. Mit denen können wir uns nicht vergleichen. Dennoch hat unsere Mannschaft nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Ich habe einige gute Ansätze gesehen", so Eberl weiter.

Beispielsweise bei Bradley, Paauwe, Colautti oder Matmour, die durchaus zu den Gewinnern der Gran-Canaria-Reise gezählt werden dürfen. Dagegen hat Steve Gohouri, der nicht nur wegen Motivationsproblemen vom Trainerteam "zusammengefaltet" worden war, keine Pluspunkte gesammelt.

"Steve hat uns gesagt, er fühle sich nicht gut und dass er körperlich sehr schwach sei. Wir haben ihm gesagt, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung ganz normal sei", umkurvte Eberl geschickt alle Fragen zu diesem Thema. Gohouri absolvierte nur ein leichtes Lauftraining, genau wie der angeschlagene Filip Daems. Gegen Dortmund dürfte der Belgier aber wieder auflaufen können.

Was die Vertragsverhandlungen mit Marin und Baumjohann angeht, ist die Borussia wohl noch keinen großen Schritt vorangekommen. "Ich habe mit Baumjohann noch am Samstag lange gesprochen. Wir sind im regen Austausch, wollen erst einmal schauen, wie es weitergeht", sagte Eberl.

Ähnlich sieht es wohl auch bei Marin aus. Laut Eberl will der Turbo-Dribbler die sportliche Entwicklung abwarten, weitere Gespräche sind für Ende Januar geplant. Doch die Tendenz ist deutlich: Marin und Baumjohann werden den VfL wohl am Saisonende verlassen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer